Ivan Basso Giro-Leader, Savoldelli Etappensieger
publiziert: Donnerstag, 19. Mai 2005 / 21:07 Uhr

Bei der ersten Bergankunft des Giro d´Italia ist es zum grossen Umsturz gekommen. Paolo Savoldelli (It) gewann die 10. Etappe in Zoldo Alto, Ivan Basso trägt erstmals das Leadertrikot.

Ivan Basso drückte der Schlussphase dieser 11. Etappe seinen Stempel auf.
Ivan Basso drückte der Schlussphase dieser 11. Etappe seinen Stempel auf.
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Von den 150 km zwischen Marostica und Zoldo Alto führten 35 km bergauf. Die grosse Auseinandersetzung unter den stärksten Fahrern entbrannte aber erst am zweiten Pass, dem Duran.

Dort war es Gilberto Simoni, der den ersten Vorstoss unternahm. Der zweifache Giro-Sieger stiess mit seinem Angriff aber ausgerechnet seinen Teamkollegen Damiano Cunego ins Verderben.

Cunego zählt zu den Verlierern

Der Giro-Erste des letzten Jahres und als grosse Hoffnung des italienischen Profi-Radsportes bezeichnete Jungstar war völlig überfordert und büsste bis ins Ziel sechs Minuten ein.

Simoni kam am Schluss nicht mehr ganz mit den Besten mit und büsste weitere 21 Sekunden auf Basso ein, womit sein Gesamtrückstand schon auf über zweieinhalb Minuten angewachsen ist.

Spurtentscheidung

Der Etappensieg wurde im Spurt zwischen Paolo Savoldelli und Ivan Basso ausgemacht. Dabei behielt Savoldelli die Überhand, womit der wegen seinen Abfahrtskünsten als "Falke" bezeichnete Radprofi den ersten Erfolg seit beinahe drei Jahren erzielte. Savoldelli hatte die Italien-Rundfahrt im Jahre 2002 für sich entschieden.

Ivan Basso war bisher kaum als Angreifer bekannt. Diese Ansicht muss korrigiert werden. Der letztjährige Tour-Dritte drückte der Schlussphase dieser 11. Etappe seinen Stempel auf.

Basso im Maglia rosa

Mit Rhythmuswechseln und Temposteigerungen brachte er seine Gegner in Schwierigkeiten. Die Übernahme der Maglia rosa stellte die logische Folge dieses starken Auftrittes dar.

Es muss angefügt werden, dass sich der bisher nicht als Kletterer bekannte Danilo Di Luca ausgezeichnet verteidigte, erst am Schluss eine Minute einbüsste. Nach fünf Tagen im Leadertrikot musste er die Auszeichnung des Gesamtbesten weiterreichen.

Bester Schweizer wurde als 24. mit 5:40 Minuten Rückstand Steve Zampieri. Der Westschweizer klassierte sich damit nicht nur vor Damiano Cunego, sondern auch vor dem früheren Giro-Sieger Stefano Garzelli, der ebenfalls zu den Verlierern des Tages zählte.

11. Etappe, Marostica - Zoldo Alto (150 km)
1. Savoldelli 4:13:43 (35,472 km/h), 20 Sekunden Bonifikation. 2. Basso, gleiche Zeit, 12 Sek. Bon. 3. Simoni 0:21, 8 Sek. Bon. 4. Di Luca 1:01. -- Ferner: 24. Steve Zampieri (Sz) 5:40. 27. Damiano Cunego (It) 6:02. 32. Stefano Garzelli (It), gleiche Zeit. 47. Paolo Bettini (It) 6:29. 48. Johann Tschopp (Sz) 8:18. 72. Erik Zabel (De) 17:02. 78. Daniel Schnider (Sz), gleiche Zeit. 96. Olvier Zaugg (Sz) 21:36. 115. Alessandro Petacchi (It) 32:05. 123. Aurélien Clerc (Sz). 127. Philippe Schnyder (Sz). 142. Sascha Urweider (Sz). 145. Gregory Rast (Sz). 155. Robbie McEwen (Au). 158. Marcel Strauss (Sz). 171. Sven Montgomery (Sz), alle gleiche Zeit. -- 184 klassiert. Aufgegeben: Daniele Nardello (It).

Gesamtklassement
1. Basso 49:05:20. 2. Savoldelli 0:18. 3. Di Luca 1:04. 4. Simoni 2:27. 5. Gontschar 3:45. 6. Bruseghin 4:34. 7. Scarponi 4:48. 8. Cioni 5:25. 9. Sella 5:58. 10. Markus Fothen (De) 6:10.

Ferner: 16. Cunego 7:20. 17. Garzelli 7:40. 20. Bettini 8:53. 34. Zampieri 12:09. 47. Tschopp 17:43. 62. Zabel 31:02. 65. Zaugg 33:01. 68. Montgomery 36:21. 89. Petacchi 49:00. 96. Strauss 53:13. 108. McEwen 59:09. 109. Schnider 59:15. 139. Rast 1:11:06. 170. Urweider 1:26:06. 176. Schnyder 1:30:28. 178. Clerc 1:31:14.

(sl/Si)

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