Ivo Rüegg greift nach zweiter WM-Medaille
publiziert: Samstag, 3. Feb 2007 / 00:02 Uhr

An der Viererbob-WM am Samstag und Sonntag in St. Moritz hat Ivo Rüegg gute Chancen, erneut unter die ersten drei zu fahren. Mit Rüegg kämpfen wohl Andre Lange (De), Steven Holcomb (USA) und Jewgeni Popow (Russ) um die drei Medaillensätze.

Mit Spitzenzeiten in der Startspur können auch Rüegg, Thomas Lamparter, Beat Hefti und Cédric Grand aufwarten.
Mit Spitzenzeiten in der Startspur können auch Rüegg, Thomas Lamparter, Beat Hefti und Cédric Grand aufwarten.
Der zweifache Olympiasieger und Titelverteidiger Lange (33) gewann seit 2002 alle wichtigen Wettkämpfe mit dem schweren Schlitten. Die Serie der Erfolge könnte nun aber abreissen. Lange hinterliess in dieser Saison nicht mehr jenen unwiderstehlichen Eindruck wie in den Jahren zuvor.

Der aus Thüringen stammende Lange äusserte sich im Vorfeld des Rennens vorsichtig. «Wir wollen um eine Medaille kämpfen. Erst am Samstag geht es los. Dann geht es ehrlich zu und her», sagte Lange zu den Pokerspielen im Training.

Im WM-Training verwendete er einen neuen Kufensatz, der von der Forschungs- und Entwicklungsstelle für Sportgeräte (FES) in Berlin hergestellt wurde. Dass Lange im Materialbereich nicht optimal bedient ist, zeigt auch der Umstand, dass auf die nächste Saison hin ein neuer Viererbob gebaut wird.

Ausgezeichnete Startzeiten

Die guten Weltcup-Ergebnisse Langes beruhten laut Bundestrainer Raimund Bethge vorab auf den ausgezeichneten Startzeiten. Mit Spitzenzeiten in der Startspur dürften auch Rüegg, Thomas Lamparter, Beat Hefti und Cédric Grand aufwarten. Die drei Hintermänner gewannen vor knapp einem Jahr mit Martin Annen insbesondere auch dank hervorragender Athletik die olympische Bronzemedaille mit dem Viererbob.

Er verspüre keinen besonderen Druck, sagte Rüegg mit Blick auf die Ausgangslage: «Sie ist für mich gleich wie vor der Zweierbob-WM». Mit dem Boblet erkämpfte sich Rüegg erstmals in seiner Karriere eine WM-Medaille. Dem bald 36-jährigen Ausserschwyzer aus Tuggen wird im WM-Rennen die bestmögliche Equipe zur Verfügung stehen.

«So eine starke Hintermannschaft hatte ich noch nie. Es ist für mich eine Herausforderung, mit solchen Athleten ein Team bilden zu dürfen. Es macht doch viel Spass, wenn es am Start so richtig 'chlöpft'», sagte Rüegg.

Gelassenheit und Ruhe

Wenn er so fahre, wie er es könne, «dann werden wir Erfolg haben», sagte Rüegg weiter. Auch der Schweizer Sportchef Dominik Scherrer traut seinem Teamleader viel zu: «Wenn er die gleiche Gelassenheit und Ruhe wie im turbulenten Zweierbob-Rennen aufbringt, ist ihm eine Medaille nicht zu nehmen.»

Aber Scherrer warnt auch vor der grossen Konkurrenz: «Die Osteuropäer Popow und Janis Minins, die Deutschen mit Lange an der Spitze und die Nordamerikaner Pierre Lueders und Holcomb können uns sehr gefährlich werden.» Ausser dem 1. Platz hat Rüegg an Weltmeisterschaften oder Olympischen Spiele schon alle Ränge unter den ersten acht belegt.

Unter die ersten sechs will Martin Galliker (33), der zweite Schweizer WM-Steuermann, mit seinem Team fahren. Der Aargauer startet mit Mario von Arx, Christian Aebli und Jürg Egger zu seinem ersten WM-Rennen. Im Training überzeugte Galliker meistens. Zudem hofft er, aus seiner hohe Startnummer, die in St. Moritz fast immer ein Vorteil ist, Kapital schlagen zu können.

St. Moritz. WM. Viererbob. Progamm (3./4. Februar):
Samstag, 9.00 Uhr (Durchgänge 1 und 2). -- Sonntag, 9.00 Uhr: Durchgänge 3 und 4. -- Die Startauslosung für den 1. Durchgang: 1 Steven Holcomb (USA 1). 2 Dimitri Abramowitsch (Russ 2). 3 Ivo Rüegg/Thomas Lamparter/Beat Hefti/Cédric Grand (Sz 1). 4 Wolfgang Stampfer (Ö 1). 5 Janis Minins (Lett 1). 6 Fabrizio Tosini (It 1). 7 Andre Lange (De 1). 8 Pierre Lueders (Ka 1). 9 Karl Angerer (De 2). 10 Jewgeni Popow (Russ 1). -- Ferner: 16 Martin Galliker/Mario von Arx/Christian Aebli/Jürg Egger (Sz 2).

(smw/Si)

 
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