Jährlich 200 Übungsflüge ausländischer Kampfjets
publiziert: Freitag, 13. Apr 2007 / 15:36 Uhr

Bern - Pro Jahr finden über der Schweiz mehr als 200 Übungsflüge ausländischer Kampfjets statt - teils mit, teils ohne Beteiligung der Schweizer Luftwaffe. Im Gegenzug trainieren Schweizer mindestens so häufig im Ausland.

Navigationsflüge ohne Schweizer Beteiligung würden jährlich nur rund 20 Mal bewilligt.
Navigationsflüge ohne Schweizer Beteiligung würden jährlich nur rund 20 Mal bewilligt.
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Rechtliche Grundlage der Flüge sind Abkommen des Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) mit mehreren europäischen Staaten, wie Jürg Nussbaum, Sprecher der Schweizer Luftwaffe, auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA sagte.

Der Flug des abgestürzten Tornado etwa wurde durch eine Vereinbarung über Ausbildung und Übungen zwischen dem VBS und dem deutschen Bundesministerium für Verteidigung ermöglicht.

Analoge Abkommen seien mit Frankreich, Italien, Österreich, Belgien, den Niederlanden, Norwegen, Schweden und Spanien abgeschlossen worden.

Meist gemeinsame Übungen

Der grösste Teil der Übungsflüge ausländischer Jets findet nach Angaben von Nussbaum im Rahmen gemeinsamer Übungen mit der Schweizer Luftwaffe statt.

Sogenannte Navigationsflüge ohne Beteiligung von Schweizer Jets wie jener des deutschen Tornado würden jährlich rund 20 Mal bewilligt.

Die Zahl der Flüge im Rahmen gemeinsamer Übungen ist dagegen ungleich höher: Allein 2006 kam es zu 400 bis 500 Einsätzen ausländischer Militärflugzeuge.

Kooperation dient beiden Seiten

Das Interesse der ausländischen Armeen an der Ausbildung in der Schweiz liege an der gebirgigen Topografie, sagte Nussbaum.

Die Kooperationen dienten jedoch der besseren Ausbildung auf beiden Seiten. Im Gegenzug trainierten Schweizer Jets in der Regel mindestens ebenso oft pro Jahr im Ausland.

Für die Navigationsflüge wie jenen des abgestürzten Tornado ist zusätzlich zum Abkommen mit dem ausländische Staat eine Bewilligung des Bundesamts für Zivilluftfahrt (BAZL) notwendig. Die ausländischen Kampfjets hätten sich dabei an gewisse Auflagen zu halten.

(rr/sda)

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