Jährlich mehr als 220 Millionen Kinder zum Sex gezwungen
publiziert: Dienstag, 2. Jun 2009 / 13:38 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 2. Jun 2009 / 15:01 Uhr

Berlin - Weltweit werden nach Schätzungen der UNO jährlich rund 150 Millionen Mädchen und 73 Millionen Jungen unter 18 Jahren zum Sex gezwungen. Zudem werden jedes Jahr hunderttausende Kinder ins Ausland verkauft - viele von ihnen für sexuelle Zwecke.

UNICEF-Botschafter Roger Moore informierte heute in Berlin die Presse.
UNICEF-Botschafter Roger Moore informierte heute in Berlin die Presse.
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Dies geht aus einem Bericht des UNO-Kinderhilfswerks UNICEF. «Kinder sind keine Ware», erklärte der UNICEF-Botschafter Roger Moore in Berlin. Männer auf der ganzen Welt müssten begreifen, dass der Missbrauch von Kindern oder die Nutzung von Kinderpornografie schwere Verbrechen seien, sagte der ehemalige «James Bond»-Darsteller.

Nach Einschätzung von UNICEF sind insbesondere arme Kinder aus den Entwicklungs- und Schwellenländern von Missbrauch und Ausbeutung bedroht. Als Gründe werden der Zusammenbruch sozialer Schutzmechanismen und unzureichende Strafverfolgung genannt.

Auf den Philippinen werden laut UNICEF zwischen 60'000 und 100'000 Kinder als Prostituierte ausgebeutet. Jedes Jahr kommen demnach tausende Mädchen in die Hauptstadt Manila. Statt der versprochenen Stelle als Hausmädchen würden sie an Bordellbesitzer verkauft.

In Bangladesch liegt das Durchschnittsalter, in dem Minderjährige zu Opfern kommerzieller sexueller Ausbeutung werden, laut UNICEF bei 13 Jahren.

In den Touristenzentren an der Küste Kenias wurden nach einer Recherche des Kinderhilfswerks und der kenianischen Regierung im Jahr 2006 etwa 15'000 Jugendliche als Prostituierte ausgebeutet. Etwa zehn Prozent der Mädchen waren demnach jünger als zwölf Jahre, als sie sich das erste Mal prostituierten. Zwei Drittel der Kunden waren wohlhabende Touristen aus den Industrieländern.

(fest/sda)

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