Olympia Ski alpin: Kombination der Frauen
Janica Kostelic holt das erste Olympiagold für Kroatien
publiziert: Donnerstag, 14. Feb 2002 / 23:40 Uhr

Snowbasin - Janica Kostelic schrieb in der Kombination der Frauen für ihr Land Sportgeschichte: Die 20-Jährige errang erstmals an olympischen Winterspielen Gold für Kroatien. Marlies Oester wurde hervorragende Vierte, zur Medaille fehlten 1,45 Sekunden.

Janica Kostelic gewann die Kombination und holte die erste Olympia-Goldmedaille für Kroatien.
Janica Kostelic gewann die Kombination und holte die erste Olympia-Goldmedaille für Kroatien.
Vor der Abfahrt, die wegen des Windes am frühen Morgen entgegen dem ursprünglichen Programm erst nach dem Slalom ausgetragen wurde, war klar, dass Gold in einem Dreikampf vergeben würde. Janica Kostelic führte 1,10 Sekunden vor Martina Ertl und 2,22 vor der Österreicherin Renate Götschl. Im Abschlusstraining zur Abfahrt hatte Götschl die Kroatin um 2,92 Sekunden hinter sich gelassen, derweil Ertl 1,19 eingebüsst hatte. Aber im Rennen vermochte sich Janica Kostelic deutlich zu steigern. Die Kroatin, im letzten Winter achtfache Slalom-Seriensiegerin, errang einen Erfolg, der an Deutlichkeit nichts zu wünschen offen liess. 1,49 lag Renate Götschl zurück, 1,88 die Deutsche Martina Ertl, die Weltmeisterin von St. Anton.

Janica Kostelic gelang in Snowbasin, was sie vergangenen Winter in St. Anton nicht hatte umsetzen können. Dort ging sie als fast unbezwingbar scheinende Favoritin im Slalom und in der Kombination an den Start, doch beide Male ging sie leer aus. Renate Götschl, die Siegerin der beiden Weltcup-Kombinationen dieses Winters und Favoritin, war es die zweite Medaille an diesen Spielen. Dritte war sie in der Abfahrt. Und Martina Ertl, die zuletzt wegen schwachen Resultaten gar pausiert hatte, fand nach einem Schuh-Wechsel unverhofft wieder zu guter Form.

Marlies Oester vergab ihre Medaillenchancen bereits im ersten Lauf des Slaloms. 1,28 Sekunden büsste sie auf die Kroatin Janica Kostelic ein, 0,78 auf die Deutsche Martina Ertl und auch Renate Götschl kam noch 22 Hundertstel schneller ins Ziel. «Es war schwierig, sich auf die veränderten Bedingungen einzustellen. Der Schnee war anders als die letzten Tage, viel weicher. Zudem bin ich schlecht gefahren», meinte die Adelbodnerin. Deshalb galt für den zweiten Lauf nur noch die Devise: «Volles Rohr.» Optimal gelang ihr auch die zweite Fahrt nicht, aber im zweiten Anlauf verlor sie nurmehr 0,78 Sekunden auf Kostelic und 0,18 auf Ertl. Götschl liess sie diesmal hinter sich.

Doch dies alles war halt trotzdem zu wenig, um die Ambitionen auf eine Medaille aufrecht halten zu können. «3 bis 4 Sekunden werde ich wohl in der Abfahrt verlieren», mutmasste Marlies Oester. Doch die Adelbodnerin hielt sich bravourös. Nur genau zwei Sekunden verlor sie auf Renate Götschl, die Schnellste der Abfahrt. «Über diese Leistung bin ich überrrascht. Ich habe schnell gemerkt, dass der Ski sehr gut läuft. Im nachhinein ist es natürlich schade, dass ich im ersten Slalom nicht besser gefahren bin. Aber dieses Ergebnis ist eine Motivation für den Slalom», meinte sie hinterher.

Ein achtbares Ergebnis gelang indes auch Catherine Borghi, die als Achte der Kombination ein olympisches Diplom errang und ihre bisher beste Platzierung, den 8. Kombi-Rang von 1997 in Sestriere, egalisierte. Ø

(kil/sda)

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