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Janika Sprunger bereit zum Olympia-Sprung
publiziert: Mittwoch, 25. Jan 2012 / 10:08 Uhr
Die 25-jährige Baslerin Janika Sprunger.
Die 25-jährige Baslerin Janika Sprunger.

Der 24. Mercedes-CSI Zürich lockt erneut mit Spitzenreitern aus dem In- und Ausland und erstmals mit einer mystischen China-Show. 11 der besten 15 Reiter der Weltrangliste und die gesamte Schweizer Elite starten von Freitag bis Sonntag den Olympia-Countdown.

Bereit zum Olympia-Sprung ist auch Janika Sprunger. Die 25-jährige Baslerin ist derzeit als 35. der Weltrangliste hinter Pius Schwizer (Nummer 4) und Steve Guerdat (25) die dritte Schweizer Kraft. «Ich möchte dieses Jahr erstmals an einem internationalen Championat teilnehmen. Mein Saisonziel ist London. Mit Uptown Boy möchte ich mich empfehlen», sagt Janika Sprunger, die Tochter von Schweizer Meister Hansueli Sprunger.

Die mit dem spanischen Springreiter Manuel Añon liierte Amazone aus Bubendorf hat in den letzten Wochen mit ihrem elfjährigen Holländer-Wallach von Besitzer Georg Kähny mehrfach Spitzenklassierungen erzielt. Fünfte war sie in Stuttgart, Achte in Mechelen und Fünfzehnte in Genf - dreimal in Weltcup-Qualifikationen gestartet, dreimal klassiert. Das spricht ebenso für die Konstanz des Paares wie der 5. GP-Rang in Caën und der 10. GP-Platz vor zwei Wochen am CSI Basel. «Ob ich eine allfällige Weltcupfinal-Qualifikation im April wahrnehmen würde, hängt von meinem Resultat am Sonntag im Weltcupspringen in Zürich und der Verfassung meiner Spitzenpferde Uptown Boy und Jl's Komparse ab. Ich muss die Kräfte meiner Pferde bündeln. Mit Uptown Boy möchte ich meine Chancen für die Teilnahme an den Olympischen Spielen in London wahrnehmen. Er hat im letzten halben Jahr einen grossen Schritt vorwärts gemacht. Er ist reifer und ausgeglichener geworden. Ich muss ihn aber stets in Spannung halten. Er verlangt meine volle Konzentration. Ich muss mit ihm kämpfen. Doch ich bin eine Kämpfernatur. Und Palloubet d'Halong ist mit neun Jahren noch zu jung und zu unerfahren für ein Championat.»

Guerdat und Schwizer qualifiziert

Nach neun von zwölf Qualifikationsturnieren für den Weltcupfinal vom 18. bis 22. April in 's-Hertogenbosch (Ho) haben sich mit Steve Guerdat und Pius Schwizer bereits zwei einheimische Spitzenreiter qualifiziert. Janika Sprunger weist 23 Zähler auf und ist damit als Zwanzigste rangiert. 18 Reiter aus der Westeuropa-Liga sowie Titelverteidiger Christian Ahlmann (De), der am Sonntag in Leipzig mit Taloubet Z das Weltcupspringen gewonnen hat und auch in Zürich am Start sein wird, werden ins Finalfeld aufgenommen.

In Zürich läuft Janika Sprunger stets zu grosser Form auf. Im Vorjahr war sie als Siebte der Mercedes-Classic mit Uptown Boy beste Schweizerin in der Weltcup-Prüfung. Ihr Stern ging vor sechs Jahren als damalige Team-Europameisterin der Jungen Reiter in Oerlikon auf, als sie in der «Wegelin-Challenge», in der Schweizer Nachwuchsreiter gegen Weltklassereiter antreten, als Dritte für ein erstes Glanzlicht sorgte.

Der Schweizer Fünfkampf

Fünf Reiter werden die Schweiz an den Olympischen Spielen in London vertreten. Schwizer und Guerdat scheinen gesetzt, wenn Pferde und Reiter gesund bleiben. Dahinter kämpft ein Quintett um die drei verbleibenden Nominationen und die zwei Plätze in der Equipe. Neben Janika Sprunger hegen auch Beat Mändli/Louis, Clarissa Crotta/West Side, Werner Muff/Kiamon und allenfalls die Urnerin Claudia Gisler/Touchable Ambitionen. Mändlis Louis ist noch leicht angeschlagen und wird in Zürich fehlen. Die Tessinerin Clarissa Crotta verzichtet auf den Start. Sie überzeugte mit West Side als Fünfte im Championat von Basel und richtet ihre Kräfte mit nur einem Spitzenpferd ganz auf London aus.

Die riesige Konkurrenz

Die ausländische Konkurrenz für die Schweizer ist in Zürich wie immer riesengross. Europameister Rolf-Göran Bengtsson (Sd), Edwina Tops-Alexander (Au), der Brasilianer Alvaro Miranda, der Gatte der ebenfalls reitenden Athina Onassis, die Iren Denis Lynch und Billy Twomey, die Franzosen Kevin Staut, Simon Delestre und Patrice Delaveau oder die Deutschen Ludger Beerbaum, Christian Ahlmann, Marco Kutscher und Marcus Ehning, der Vorjahressieger in der Mercedes-Classic, sind Favoriten für Spitzenplätze.

Insgesamt messen sich die Cracks in zwölf Prüfungen um ein Gesamtpreisgeld von 988'500 Franken. Darin eingeschlossen ist der Sonderpreis «Art-on-Ice»-Rittberger, der nur ausbezahlt wird, wenn der gleiche Reiter die drei Hauptspringen an jedem der drei Turniertage gewinnt. Sportliche Höhepunkte sind erneut der Rolex Grand Prix am Freitag (Dotation: 150'000 Franken), der Uvex-Preis am Samstag (100'000) und das Weltcupspringen am Sonntag, die Mercedes-Classic (258'000).

(joge/Si)

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