Neues Statement
Janukowitsch befeuert mit Ruf nach Referenden Teilung der Ukraine
publiziert: Freitag, 28. Mrz 2014 / 18:42 Uhr
Viktor Janukowitsch. (Archivbild)
Viktor Janukowitsch. (Archivbild)

Kiew/Moskau/Berlin - Mit der Forderung nach Volksabstimmungen in allen Regionen der Ukraine befeuert der entmachtete Präsident Janukowitsch die Diskussion über eine Teilung des Landes. US-Präsident Obama fordert derweil von Russland einen Truppenabzug von der Grenze zur Ukraine.

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Knapp zwei Wochen nach dem international umstrittenen Russland-Referendum auf der Krim rief Viktor Janukowitsch aus dem russischen Exil seine Landsleute dazu auf, der neuen Regierung in Kiew nicht zu folgen. «Als Präsident rufe ich jeden vernünftigen ukrainischen Bürger auf: Lassen Sie sich von den Betrügern nicht benutzen! Fordern Sie ein Referendum über den Status jeder Region in der Ukraine!», zitierte die russische Nachrichtenagentur ITAR-TASS Janukowitsch, der sich noch immer als Präsident bezeichnet.

Janukowitsch griff die EU und USA scharf an. «Der Sturz der gesetzmässigen Machthaber ist vom Westen ausserhalb internationalen Rechts geplant worden und nicht das erste Beispiel eines solchen Szenarios», hiess es in der Erklärung. Janukowitsch war nach dem Machtwechsel in Kiew im Februar nach Russland geflohen.

Wegen der Aufforderung zum Sturz der verfassungsmässigen Ordnung leitete die ukrainische Justiz ein weiteres Verfahren gegen den 63-Jährigen ein. Janukowitschs Aussagen könnten nach Ansicht von Beobachtern die Spannungen im prorussischen Osten und Süden der Ukraine wieder anheizen.

Der Sondergesandte der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) für die Ukraine, Tim Guldimann, rechnet hingegen mit einer Stabilisierung der Verhältnisse im Osten des Landes. Die Verantwortlichen vor Ort sähen den Osten des Landes in der Ukraine, eine Konfrontation könne auch nicht im Interesse Russlands liegen, sagte der Schweizer Botschafter gegenüber Deutschlandradio Kultur.

Russland bestreitet militärische Bedrohung der Ukraine

Angesichts eines angeblichen Grossaufmarsches der russischen Armee an der ukrainischen Grenze streitet die NATO über eine stärkere Präsenz in ihren östlichen Mitgliedstaaten. Der deutsche Aussenminister Frank-Walter Steinmeier kritisierte die öffentliche Form der Debatte. Die NATO-Aussenminister in Brüssel kommen am Dienstag und Mittwoch zu Beratungen über Konsequenzen aus der Krim-Krise zusammen.

US-Präsident Barack Obama rief den russischen Präsidenten Wladimir Putin zum Abzug der Armee nahe der ukrainischen Grenze auf. Es sei unklar, was Moskau mit der Truppenhäufung «unter dem Vorwand eines Trainingseinsatzes» erreichen wolle, sagte Obama in einem CBS-Interview. Russland bestritt eine militärische Bedrohung der Ukraine.

Ukraine hofft auf Kredit

Die nahezu bankrotte Ukraine hofft derweil, bald eine erste Tranche des Milliardenkredits vom Internationalen Währungsfonds (IWF) zu erhalten. Die Organisation sei bereit, zunächst 3 Milliarden der bis zu 18 Milliarden US-Dollar (13,1 Milliarden Euro) zuzuschiessen, sagte Finanzminister Alexander Schlapak.

Wirtschaftsminister Juri Prodan räumte ein, allein die Gasschulden beim russischen Staatskonzern Gazprom betrügen 1,7 Milliarden US-Dollar. Er schloss nicht aus, die Transitpreise für russisches Gas nach Westen zu erhöhen.

(ww/sda)

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