Janukowitsch gibt auf
publiziert: Freitag, 31. Dez 2004 / 20:20 Uhr

Kiew - Der erbitterte Machtkampf in der Ukraine scheint zu Ende: Präsidentschaftskandidat Viktor Janukowitsch hat seinen Rücktritt vom Amt des Ministerpräsidenten angekündigt.

Viktor Janukowitsch habe seinen Rücktritt eingereicht.
Viktor Janukowitsch habe seinen Rücktritt eingereicht.
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Er rechne nicht mehr damit, dass seine Anfechtung des Ergebnisses der Präsidenten-Stichwahl vom 26. Dezember vor Gericht Erfolg haben werde, sagte er in einer Fernsehansprache.

Den zum Wahlsieger erklärten Oppositionskandidaten Viktor Juschtschenko kritisierte er scharf: Für mich ist es unmöglich, einen Posten in einer Regierung auszuüben, die von diesen Kräften getragen wird.

Er erkenne Juschtschenkos Wahlsieg zwar nicht an, doch habe er nicht mehr viel Hoffnung auf eine gerechte Entscheidung der Wahlkommission und des Obersten Gerichts.

Ausländische Hilfe

Der pro-russische Janukowitsch warf seinem Widersacher vor, sich nur mit ausländischer Hilfe durchgesetzt zu haben. Die ukrainische Führung habe ein neues Gesicht, das eines Vertreters ausländischer Mächte, sagte Janukowitsch. Ausländische Kräfte haben sich in eine innere Krise eingemischt.

Am Vortag hatte die Wahlkommission seine Beschwerde wegen Wahlbetrugs abgewiesen. Es lägen keine ausreichenden Beweise vor, hiess es zur Begründung.

Oppositionsführer Juschtschenko hatte die Stichwahl am Sonntag mit 52 Prozent der Stimmen gewonnen; Janukowitsch kam auf 44,2 Prozent. Bei der später für ungültig erklärten Stichwahl Ende November war er noch zum Sieger erklärt worden.

Silvesterfeier der Juschtschenko-Anhänger

Im Stadtzentrum von Kiew versammelten sich am Silvesterabend zehntausende Juschtschenko-Anhänger, um den Ausklang des aus ihrer Sicht äusserst erfolgreichen Jahres 2004 zu feiern.

Zu später Stunde wird auch ein Auftritt Juschtschenkos mit dem georgischen Staatspräsidenten Michail Saakaschwili erwartet. Juschtschenko selbst hatte in den vergangenen Tagen mitgeteilt, er rechne mit seiner Amtseinführung nicht vor Mitte Januar.

(bert/sda)

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