Janukowitsch mit neuer Beschwerde vor Gericht
publiziert: Freitag, 14. Jan 2005 / 13:05 Uhr / aktualisiert: Freitag, 14. Jan 2005 / 13:23 Uhr

Kiew - Der ukrainische Ex-Regierungschef Viktor Janukowitsch versucht in einem letzten juristischen Anlauf, den Amtsantritt von Viktor Juschtschenko hinauszuzögern. Dabei sollen auch Schweizer Anwälte die Interessen Janukowitschs vertreten.

Viktor Janukowitsch hat noch nicht ganz aufgegeben.
Viktor Janukowitsch hat noch nicht ganz aufgegeben.
Der Vertreter Janukowitschs in der Zentralen Wahlkommission, Nestor Schufritsch, sagte in Kiew, vor dem Obersten Gericht würden auch drei berühmte Schweizer Anwälte die Interessen Janukowitschs vertreten. Dies berichtete die russische Nachrichtenagentur Interfax.

Namen wurden keine bekannt. Auch beim Schweizerischen Anwaltsverband (SAV) waren keine Angaben dazu in Erfahrung zu bringen. Dies begründete der SAV mit dem Berufsgeheimnis.

Selbst Janukowitsch glaubt nicht an Erfolg

Der Verlierer der Stichwahl vom 26. Dezember habe eine Beschwerde gegen das Wahlergebnis eingereicht, meldete Interfax weiter. Selbst Janukowitschs Vertraute glaubten aber nicht an einen Erfolg seiner Beschwerde.

Anhänger seines Rivalen Juschtschenko sagten, die Klage von Janukowitsch sei ein weiterer Versuch, sein korruptes Regime zu verlängern. Das Oberste Gericht hatte seit der Stichwahl schon mehr als ein Dutzend Klagen Janukowitschs abgewiesen.

52 zu 44 Prozent für Juschtschenko

Die ukrainische Wahlkommission hatte den Oppositionskandidaten Juschtschenko am Montagabend in Kiew endgültig zum Wahlsieger erklärt. Demnach erhielt Juschtschenko bei der Wiederholung der Stichwahl am 26. Dezember rund 52 Prozent der Stimmen, sein Rivale Janukowitsch nur 44 Prozent.

(fest/sda)

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