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Japan: Grosse Solidarität unter den Betroffenen
publiziert: Donnerstag, 31. Mrz 2011 / 08:49 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 31. Mrz 2011 / 11:10 Uhr

World Vision-Mitarbeiter Chris Webster ist in der Region Minamisanriku unterwegs und berichtet über seine Erfahrungen. Ein Helfer-Tagebuch.

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Hintergrund
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«Gemeinsam mit dem World Vision Emergency Response Team bin ich in Miyagi, eines der am schwersten betroffenen Gebiete Japans. In den vergangenen Tagen lag die Temperatur in diesem Teil des Landes unter dem Gefrierpunkt. Daher haben wir Decken und warme Kleidung, aber auch andere lebensnotwendige Güter verteilt.

In den nächsten Tagen werden wir uns ausserdem verstärkt um die Betreuung von Kindern kümmern. Für sie gilt es sichere Plätze einzurichten, an denen sie sich von den physischen wie psychischen Strapazen der letzten zwei Wochen erholen können. Familien, die ihre Lebensgrundlage durch die Katastrophe verloren haben, können sich so wieder organisieren und ihr wieder in die Hand

Mehr als 10'000 Menschensind Berichten zu Folge durch das Erdbeben oder den Tsunami getötet worden, 17'000 gelten als vermisst. Die Überlebenden sind grösstenteils in provisorischen Lagern oder in öffentlichen Gebäuden, Sportzentren und Schulen untergebracht. Die japanische Regierung hat zirka 1'800 Notlager für rund 250'000 Betroffene errichtet, die meist auf Hügeln stehen und so einen Blick über die zum Teil völlig zerstörten Städte erlauben. Nicht leicht, für die Überlebenden. Nicht zu vergessen, dass sich die Menschen auch noch mit der anhaltenden Bedrohung durch das Kernkraftwerk Fukushima auseinander setzen müssen.

Fairness und Gleichheit sind extrem wichtig

Dennoch, die Belastbarkeit der Überlebenden ist unglaublich. Ich habe ein Evakuierungszentrum besucht, in dem die Menschen die anfallenden Aufgaben untereinander aufgeteilt haben. So über nahm eine Frauengruppe die Kontrolle über das Kochen. Sie schnitten Gemüse, das in einer riesigen Pfanne zu Miso-Suppe gekocht wurde. Endlich eine warme Speise für 150 Menschen. Generell sind Fairness und Gleichheit extrem wichtig. Diese Werte schützen die Menschen, denn sie geben ihnen Halt und Mut. In den Lagern ist ein Gefühl der Solidarität zu spüren und viele Menschen dort sagen: `Wir haben gemeinsam gelitten und gemeinsam werden wir alles wieder aufbauen.`

Obwohl die japanischen Hilfsmassnahmen sehr gut koordiniert sind, ist es gut hier zu sein und die Menschen zu unterstützen.»

(sk/World Vision)

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