Explosion in japanischem Atomkraftwerk
Japan droht atomare Katastrophe
publiziert: Samstag, 12. Mrz 2011 / 09:20 Uhr / aktualisiert: Samstag, 12. Mrz 2011 / 21:20 Uhr

Tokio - Nach dem verheerenden Erdbeben in Japan droht dem Land eine Atomkatastrophe: Im AKW Fukushima ereignete sich am Samstag eine schwere Explosion, bei der Teile des Gebäudes einstürzten. Laut Medienberichten kam es zu einer Kernschmelze. Über die tatsächliche Lage gab es allerdings widersprüchliche Angaben.

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Nach der Explosion in Fukushima hing über der Anlage eine Rauchwolke. Fernsehbilder zeigten eingestürzte Wände des kollabierten Reaktorgebäudes. Medien berichteten, es habe eine Kernschmelze in dem Werk gegeben. Eine unabhängige Bestätigung gab es dafür aber bislang nicht.

Allerdings erweiterten die Behörden den Evakuierungsradius um Fukushima von zehn auf 20 Kilometer. Bereits zuvor waren mehr als 50'000 Menschen aus dem Umkreis des Atomkraftwerks in Sicherheit gebracht worden.

Umstrittene Strahlenwerte

Unklar ist, ob und wie viel Radioaktivität ausgetreten ist. Nach Angaben der Regierung ist keine erhöhte Strahlung im Umfeld des Reaktorgebäudes nachweisbar. Das Stahlgehäuse, das den Reaktor schütze, sei beim Einsturz der umgebenden Wände nicht beschädigt worden, sagte Regierungssprecher Yukio Edano.

Dagegen berichtet der japanische Fernsehsender NHK auf seiner Internetseite, in der Nähe des Blocks 1 von Fukushima seien am Samstag 1,015 Mikrosievert pro Stunde gemessen worden. Diese Strahlendosis sei doppelt so hoch wie der Grenzwert, bei dem die Betreiber von Atomkraftwerken den Notfall erklären und die Regierung informieren müssen.

«Unfall» auf der Störfallskala

Die japanische Atomaufsicht stufte die Reaktor-Explosion als «Unfall» auf der internationalen Störfallskala ein. Der Vorfall werde in die Kategorie Nummer vier der von null bis sieben reichenden Skala eingeordnet, teilte die Behörde mit.

Japan bezieht 30 Prozent seines Energiebedarfs aus Atomkraftwerken. Die Behörden wiesen die Bevölkerung darauf hin, dass wegen der Probleme in Fukushima mit Stromausfällen zu rechnen sei.

(bert/sda)

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Abhängigkeit
Japan ist total abhängig vom Atomstrom. Keine Frage, selbst wenn der Super-GAU eintreffen sollte und ein grosser Teil Japans weder bewohn- noch betretbar werden wird für die nächsten 10'000 Jahre, wird Japan trotzdem an AKW's festhalten, weil man nicht von Russland abhängig sein will.

Für die restliche Welt, insbesondere Europa sehe ich das anders. Merkel hat sich heute schon praktisch von ihrer eigenen Atompolitik vorsichtig distanziert, mal für alle Fälle.

Wie man angelogen wird von AKW Betreiber und Regierungen sieht man ja jetzt wieder mal. Das grausame Ausmass dieses GAU's oder gar Super-GAU's wird erst noch sichtbar werden.

Jedenfalls dürfte mit einem Super-GAU das Thema Atomstrom bzw. neue AKW's auf einen Schlag erledigt sein in der Schweiz und auch Deutschland wird wohl kaum neue bauen lassen oder gar die Laufzeitenverlängerung wieder zurücknehmen.
Reise in die Steinzeit
Kernkraftwerke auf dem pazifischen Ring zu bauen ist per se schon mal ziemlich dumm. Ich gebe jedoch zu bedenken, dass unsere Gesellschaft ohne Elektrizität auch einen Supergau erleben würde. Aber wer weiss, vielleicht wäre diese Reise in die Steinzeit gar nicht so schlecht - für die Erde.
Sichere AKW's ?
Hoffentlich wird jetzt bald allen klar sein dass es keine sichere Technik gibt, auch wenn unsere AKW-Lobby versichert, dass dies bei uns in der Schweiz sowiso nie passieren könnte.
Es wäre wünschenswert wenn dieses schlimme Ereignis wenigstens bei uns dazuführen würde, dass ab 2013 endlich eine vernünftige Energiepolitik betrieben wird!
80 Jahre Atomstrom nutzen und dann unseren Nachfahren 10'000 Jahre den Müll überlassen, das kanns ja wohl wirklich nicht sein....
armes Volk
zuerst ein Erdbeben gigantischen Ausmasses, dann ein Tsunami und quasi als "Nachschlag" noch ein AKW Störfall.. arme Leute dort unten.. in deren Haut möchte ich weiss Gott nicht stecken.. Hoffe wir dass keine Kernschmelze eingetreten ist.. denn das wäre der Super GAU auch für das moderne Japan und würde das Land um Jahre zurückwerfen
Erdbeben-Tsunami-Kernschmelze
Wer nach dieser Katastrophe, der Kernschmelze, immer noch an das Märchen der "sicheren AKWs" glaubt und immer noch an die Zukunft des Atomstroms glaubt kann nur komplett wahnsinnig sein.

Die Folgen dieses Supergau's sind für Japan absolut schrecklich und werden Japan für Jahrzehnte schwerstens belasten.

Ich bin sicher, zumindest in Japan wird jetzt ein Umdenken stattfinden. Soviele Atomkraftwerke auf so kleinem Raum sind schlicht und einfach grob fahrlässig gegenüber der Bevölkerung.
Und die AKW Betreiber wiegeln jetzt noch alles ab und werden wohl versuchen zu verschleiern so lange es geht.
Die Regierung karrt im Umkreis von 20 km die Leute weg. Ja super, und die Leute ab km21? die sind ja sicher nicht wahr.

Was Japan da passiert ist, zeigt der Welt, dass eben alles möglich ist.
AKW's sind ein zu grosses Risiko, da ist es egal ob "nur" alle 25 Jahre ein Reaktorunfall passiert.
.
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