Enspannung
Japan kündigt Lockerung der Sanktionen gegen Nordkorea an
publiziert: Donnerstag, 3. Jul 2014 / 12:59 Uhr
Mit der Lockerung der Sanktionen könnte sich das Verhältnis zwischen Japan und Nordkorea verbessern. (Symbolbild)
Mit der Lockerung der Sanktionen könnte sich das Verhältnis zwischen Japan und Nordkorea verbessern. (Symbolbild)

Tokio - Nach jahrelanger Eiszeit zeichnet sich in den Beziehungen zwischen Japan und Nordkorea eine leichte Entspannung ab. Japans Regierungschef Shinzo Abe kündigte am Donnerstag eine Lockerung der Sanktionen gegen das stalinistische Regime an.

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Er reagierte damit auf die Zusage Pjöngjangs, die Entführungsfälle von Japanern durch nordkoreanische Agenten in den 70er und 80er Jahren neu aufzurollen. Die Verschleppten sollten Spionen beibringen, Japanisch zu sprechen, und ihnen zeigen, wie man sich unauffällig in Japan bewegt.

Jahrelang stritt das abgeschottete Nordkorea ab, etwas mit dem Verschwinden der Japaner zu tun zu haben. Im September 2002 gab der nordkoreanische Führer Kim Jong Ill dann erstmals die Entführungen zu.

13 Entführungen zugegeben

Pjöngjang gestand, 13 Personen verschleppt zu haben. Fünf von ihnen konnten nach Japan heimkehren. Nordkorea behauptete, die acht anderen Japaner seien gestorben und es habe keine weiteren Entführten gegeben. Damit war für Pjöngjang die Sache erledigt.

Tokio hatte jedoch eine Liste von 17 entführten Landsleuten erstellt, und verdächtigt Nordkorea, hinter dem Verschwinden von weit mehr Japanern zu stehen. Im Mai hatte sich Nordkorea nach Gesprächen in Stockholm bereiterklärt, die Entführungen neu zu untersuchen.

Sonderkommission

Am Dienstag berieten beide Seiten in Peking über eine von Nordkorea versprochene Sonderkommission. «Wir sind gewillt, die Untersuchung so bald wie möglich durchzuführen und die japanische Seite über das Ergebnis zu informieren», sagte Nordkoreas Chefdelegierter Song Il-ho am Donnerstag nach einem Bericht der südkoreanischen Nachrichtenagentur Yonhap in Peking.

Die Kommission soll am Freitag benannt werden, wie ein Regierungssprecher in Tokio sagte. Sobald die Nachforschungen beginnen, will Japan seine Sanktionen lockern.

Tokio sei dabei bereit, Reisebeschränkungen aufzuheben und Geldtransfers in das verarmte Nachbarland wieder zu erlauben. Das allgemeine Handelsverbot soll aber nach Medienberichten vorerst aufrechterhalten werden.

Ministerpräsident Abe sagte, dies sei aber nur ein «erster Schritt». Man strebe eine vollständige Lösung des Problems an. Für Japan ist die Frage der Verschleppten eines der grössten Hindernisse für die Normalisierung der Beziehungen zu Nordkorea.

(ww/sda)

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