Japan will Walfangsaison offensichtlich beenden
publiziert: Montag, 26. Feb 2007 / 09:21 Uhr / aktualisiert: Montag, 26. Feb 2007 / 10:22 Uhr

Wellington/Tokio - Japan will nach dem verheerenden Brand auf dem Walfangschiff «Nisshin Maru» laut neuseeländischen Regierungsangaben offensichtlich die Jagd auf Wale für dieses Jahr beenden.

Laut Helen Clark sei es eine «katastrophale Walfangsaison» für Japan gewesen.
Laut Helen Clark sei es eine «katastrophale Walfangsaison» für Japan gewesen.
Wie der neuseeländische Umweltminister Chris Carter mitteilte, habe Tokio dies angedeutet. Die neuseeländische Regierungschefin Helen Clark sagte, es sei eine «katastrophale Walfangsaison» für Japan gewesen. Der Vorfall habe Japans Ruf international beschädigt.

Nach dem Feuer an Bord schien die «Nisshin Maru» am Montag Kurs in Richtung Japan aufgenommen zu haben. Der Sprecher der japanischen Walfangflotte, Glenn Inwood, sagte von Tokio aus gegenüber dem neuseeländischen Radio, das Schiff teste immer noch seine Maschinen.

Aber eine Fortsetzung des so genannten Walforschungsprogramms in diesem Jahr werde immer unwahrscheinlicher. Die japanische Nachrichtenagentur Kyodo hatte berichtet, über die Fortsetzung der Walfangsaison werde bis Mittwoch entschieden.

Ökozone gefährdet

Die neuseeländische Regierung und Umweltschützer hatten die Japaner aufgefordert, das Schiff so schnell wie möglich aus der sensiblen Ökozone zu schleppen. Der Sommer geht dort zu Ende, und das Packeis wird dichter.

Bei dem Feuer auf der «Nisshin Maru» war am 15. Februar ein Seemann ums Leben gekommen. Das Schiff hatte aus eigener Kraft nicht mehr manövrieren können und war zur Stabilisierung zwischen zwei Booten vertäut worden. Es sei inzwischen repariert worden und habe sich wieder in Bewegung setzen können, berichtete das Forschungsinstitut.

(bert/sda)

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