Kein Wiederaufbau
Japans Regierung will Fukushima 1 stilllegen
publiziert: Mittwoch, 30. Mrz 2011 / 11:52 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 31. Mrz 2011 / 10:50 Uhr
An einen Wiederaufbau ist nach dem Vertrauensverlust nicht mehr zu denken.
An einen Wiederaufbau ist nach dem Vertrauensverlust nicht mehr zu denken.

Osaka - Die Lage in den sechs Reaktoren im havarierten AKW Fukushima hat sich nach Einschätzung des Betreibers Tepco verbessert. Trotzdem seien die Reaktoren 1 bis 4 noch nicht unter Kontrolle. Tepco will die vier havarierten Blöcke nicht wiederaufbauen, die japanische Regierung will alle sechs Reaktoren stilllegen.

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«Wir haben keine andere Möglichkeit, als sie auszurangieren», sagte der kommissarische Tepco-Chef Tsunehisa Katsumata am Mittwoch in Tokio. Die Reaktorblöcke 1 bis 4 seien durch das Erdbeben vom 11. März so stark beschädigt, dass sie künftig für die Stromerzeugung unbrauchbar seien.

Katsumata hatte erst kurz zuvor die Firmenleitung bei Tepco übernommen, weil der bisherige Konzern-Chef Masataka Shimizu nach Medienberichten im Spital liegt. Die Blöcke 5 und 6 seien noch funktionsfähig. Ob sie später wieder Strom erzeugen können, solle geprüft werden.

Die japanische Regierung hingegen will alle sechs Reaktoren stilllegen. Dies teilte Regierungssprecher Yukio Edano am Mittwoch nach Berichten der Nachrichtenagentur Kyodo mit. Zudem ordnete die Regierung die Überprüfung der über 50 Atomreaktoren des Landes an.

(bert/sda)

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