Japans Regierungschef reist nach China
publiziert: Sonntag, 8. Okt 2006 / 15:00 Uhr

Tokio - Japans neuer Regierungschef Shinzo Abe hat bei seinem Amtantrittsbesuch in China Aussöhnungsgespräche geführt.

Shinzo Abe wolle einen offenen Meinungsaustausch zum Thema Nordkorea.
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China lobte den Besuch Abes als einen Wendepunkt in den Beziehungen beider Länder.

Chinas Präsident Hu Jintua äusserte der Nachrichtenagentur Xinhua zufolge die Hoffnung, dass sich die Beziehungen nun auch künftig verbessern würden. Es war der erste Auslandsbesuch Abes als Regierungschef.

Dem japanischen Fernsehen zufolge nahm die chinesische Führung eine Gegeneinladung nach Japan grundsätzlich an. Bisher hatten China und auch Südkorea Treffen mit Abes Vorgänger Junichiro Koizumi gemieden, weil dieser jährlich den Yasukuni-Schrein besuchte. Dort werden auch Kriegsverbrecher aus dem Zweiten Welktrieg geehrt.

Politische Hindernisse ausräumen

Der chinesische Ministerpräsident Wen Jiabao forderte Abe auf, die Frage des Yasukuni-Schreins angemessen zu behandeln. So sollten politische Hindernisse ausgeräumt werden, die die bilateralen Beziehungen belastet hätten, sagte Wen dem staatlichen Radio zufolge bei seinem Treffen mit Abe.

Der Yasukuni-Schrein gilt bei den ehemaligen japanischen Kriegsgegnern China und Südkorea als Symbol für Japans Militarismus. Abes Vorgänger Koizumi hatte China im Jahr 2001 besucht. Doch seither hatte Peking ihn aus Protest gegen Koizumis wiederholte Besuche im Yasukuni-Schrein für Japans Kriegstote nicht wieder eingeladen.

Abe hatte bei seinem Amtsantritt Ende September die Verbesserung der Beziehungen zu China und Südkorea zu einem seiner wichtigsten Anliegen erklärt. Er selbst hatte den Schrein zuvor aber ebenfalls aufgesucht und auch die Besuche seines Vorgängers verteidigt.

Abe hat bisher jedoch offen gelassen, ob er als Ministerpräsident an dieser Tradition festhalten wolle. Der 52-jährige Abe ist der erste japanische Regierungschef, der nach dem Zweiten Weltkrieg geboren wurde.

(rr/sda)

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