Einbruch weniger schlimm
Japans Wirtschaft schrumpft weiterhin
publiziert: Donnerstag, 9. Jun 2011 / 12:19 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 9. Jun 2011 / 15:08 Uhr
Japan steckt in der Rezession.
Japan steckt in der Rezession.

Tokio - Nach dem schweren Erdbeben und der Atomkatastrophe ist in Japan wieder Wachstum in Sicht. Die Konsumenten zeigten sich im Mai spürbar optimistischer als noch im Vormonat, wie aus Daten vom Donnerstag hervorgeht.

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Auch die Industrie will ihre Produktion nach dem herben Einbruch in Folge der Naturkatastrophe in den kommenden Monaten wieder hochfahren. Zum Jahresauftakt schrumpfte die Wirtschaftsleistung jedoch noch spürbar: Nach revidierten Angaben lag das Minus von Januar bis März bei 0,9 Prozent. Vor allem geringere Investitionen bremsten die Wirtschaft aus.

Auch für das laufende Frühjahrsquartal erwarten viele Experten eine weiter sinkende Wirtschaftsleistung in Folge des verheerenden Erdbebens: So brach die Industrieproduktion im April ein, viele Firmen mussten ihre Bänder stillstehen lassen, weil Gebäude beschädigt waren oder schlicht der Strom fehlte.

Nach Angaben eines Regierungssprechers schränkten nach der Katastrophe besonders die Firmen in den drei besonders stark betroffenen Präfekturen ihre Geschäftstätigkeit deutlich ein. Das sei wohl der Grund für die deutlich geringeren Investitionen, sagte er.

Doch die Aufräumarbeiten kommen voran, viele Unternehmen können inzwischen wieder liefern. Ab Juli dürfte daher das Wachstum zurückkommen, sagen Analysten voraus. «Ich erwarte nach wie vor eine Erholung der Wirtschaft in der zweiten Jahreshälfte», sagte Yasuo Yamamoto vom Forschungsinstitut Mizuho. «Die Abkühlung in wichtigen Exportländern dürfte temporär und auf eine Unterbrechung der Lieferkette wegen der Katastrophe in Japan zurückzuführen sein.»

In USA Folgen spürbar

Gerade in den USA sind immer noch wirtschaftliche Auswirkungen des Bebens zu spüren. Nach Einschätzung der Forscher des Instituts für Weltwirtschaft (IfW) in Kiel dürfte der Wiederaufbau in Japan die weltweite Wirtschaft ab dem zweiten Halbjahr beflügeln.

Bei ihrer Zinsentscheidung in der kommenden Woche dürfte die japanische Notenbank Kreisen zufolge darüber beraten, ob ein Kreditprogramm, das sich an Wachstumsbranchen richtet, verlängert wird.

(bert/sda)

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