Japans Wirtschaft wächst um 4,1 Prozent
publiziert: Donnerstag, 17. Mai 2012 / 09:06 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 17. Mai 2012 / 15:42 Uhr
Wirtschaft erholt sich vom Erdbeben.
Wirtschaft erholt sich vom Erdbeben.

Tokio - Die japanische Wirtschaft erholt sich allmählich von den Folgen der Erdbeben- und Tsunamikatastrophe des vergangenen Jahres. Das Bruttoinlandprodukt legte im ersten Quartal 2012 gegenüber dem Vorjahr überraschend stark um 4,1 Prozent zu. Analysten hatten nur mit einem Plus von 3,5 Prozent gerechnet.

2 Meldungen im Zusammenhang
Im Vergleich zum Vorquartal wuchs die Wirtschaft um 1,0 Prozent, wie die Regierung in Tokio am Donnerstag mitteilte. Grund sei ein Anstieg der Konsumausgaben, der die Wirtschaft ankurbele. Das Erdbeben und der Tsunami vom 11. März 2011 sowie die anschliessende Atomkatastrophe hatten die japanische Wirtschaft schwer getroffen.

Damit übertrifft die drittgrösste Wirtschaftsnation die Wachstumsraten anderer grosser Industriestaaten wie den USA, deren Wirtschaftsleistung im ersten Quartal weniger stark zulegte als im Vorquartal.

Schuldenberg

Experten warnten jedoch vor zu viel Euphorie. Das Wachstum werde im Verlauf des Jahres nicht mehr so hoch ausfallen. Privater Konsum und steigende öffentliche Ausgaben hätten die Wirtschaft angekurbelt, sagte Yoshimasa Maruyama, Chefökonom beim Itochu Economic Research Institute.

Dabei sei die Nachfrage nach Autos durch staatliche Anreize und Investitionen durch Sonderhaushalte angetrieben worden. «Wir können nicht davon ausgehen, dass dies eine wirkliche Stärke der japanischen Wirtschaft widerspiegelt.»

Im Gegensatz zu Europa und den USA ist der japanische Staat weiter dabei, sich mit hohen Investitionen zu verschulden. Dabei ist schon jetzt die Staatsverschuldung Japans doppelt so hoch wie das Bruttoinlandprodukt - höher als in jeder anderen Industrienation, wenngleich der Staat vor allem bei seinen eigenen Bürgern verschuldet ist.

Starker Yen drückt Exporte

Auch der starke Yen und die Krise in der Euro-Zone, die die Exporte des Landes beeinträchtigten, bereiten der japanischen Politik Kopfschmerzen. Finanzminister Jun Azumi hatte jüngst eine Intervention am Devisenmarkt nicht ausgeschlossen.

Japan hat bereits Ende Oktober mehr als 8 Bio. Yen (94 Mrd. Fr.) für einen Eingriff am Devisenmarkt aufgewendet, als der Dollar zum Yen auf ein Rekordtief abgerutscht war.

(alb/sda)

?
Facebook
SMS
SMS
0
Forum
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Tokio - Die immer rasantere Talfahrt des Yen hat die japanischen Aktienmärkte beflügelt. Der Dollar stieg am Freitag auf ein ... mehr lesen
Der Yen ist billig - Die Exporte rentieren sich.
Pessimistische Aussichten in Japan.
Tokio - Die Stimmung in Japans Wirtschaft hat sich unter anderem wegen der ... mehr lesen
Erdrutsche und Überschwemmungen nach heftigen ...
Naturkatastrophe  Hiroshima - Die Zahl der Toten bei Unwettern im Westen Japans ist auf 39 gestiegen. Nach Medienangaben vom Donnerstag wurden noch sieben Menschen vermisst. Die Rettungsmannschaften hatten in Hiroshima die ganze Nacht über fieberhaft nach Überlebende gesucht. 
Sintflutartige Regenfälle im Westen Japans
Dutzende Tote bei Erdrutschen in Hiroshima Tokio - Nach tagelangem heftigem Regen sind mehrere Erdrutsche auf die westjapanische Stadt Hiroshima niedergegangen. Mindestens ...
Japan  Hiroshima - In der japanischen Stadt Hiroshima sind am Mittwoch zehntausende Menschen zum Gedenken an die Opfer des ersten Atombombenabwurfs vor 69 Jahren zusammengekommen. Um 8.15 Uhr Ortszeit, dem Zeitpunkt des Abwurfs legten die Bürger eine Schweigeminute ein.   1
Letztes Besatzungsmitglied von Hiroshima-Bomber gestorben Stone Mountain - Das letzte Besatzungsmitglied des Hiroshima-Bombers «Enola Gay» ist tot. Theodore «Dutch» Van ...
Titel Forum Teaser
  • Midas aus Dubai 3466
    Kurze Antwort Kurze Antwort: Truppen in die Ukraine zu schicken wäre die dümmste ... heute 17:57
  • zombie1969 aus Frauenfeld 2396
    Das... Problem ist, dass nach all dem vergossenen Blut nun kaum noch eine ... heute 15:24
  • zombie1969 aus Frauenfeld 2396
    Ein... Hoch auf die philippinischen Soldaten und ihren Kommandanten! Zwei ... heute 14:47
  • kubra aus Port Arthur 3107
    Ein klares Vielleicht doch. Die Abschaffung der Armee in der Hoffnung es werde nie mehr ... heute 13:19
  • Midas aus Dubai 3466
    Nö, nö wirklich nö Sie sollten doch mehr auf unsere Hauptexponenten der Gschpürschmi-SP ... heute 12:24
  • kubra aus Port Arthur 3107
    Oh doch Ich hab's einfach satt, von den Russen ständig zu hören. "Hehe. Wir ... heute 11:54
  • Midas aus Dubai 3466
    Ah ja?? "Er braucht einen Schuss vor den Bug, um wieder zur Vernunft zu kommen. ... heute 06:53
  • jorian aus Dulliken 1498
    Krieg fördert die Witschaft Ach ich bin ein Verschörungstheoretiker, ich weiss also bitte keine ... heute 05:41
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
SA SO MO DI MI DO
Zürich 13°C 17°C leicht bewölkt leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen
Basel 11°C 19°C leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen
St.Gallen 15°C 20°C leicht bewölkt bewölkt, Regen bewölkt, Regen bewölkt, Regen bewölkt, Regen bewölkt, Regen
Bern 14°C 23°C leicht bewölkt bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen
Luzern 16°C 22°C leicht bewölkt, wenig Regen bewölkt, Regen bewölkt, Regen bewölkt, Regen bewölkt, Regen bewölkt, Regen
Genf 16°C 24°C leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
Lugano 20°C 26°C leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen
mehr Wetter von über 6000 Orten