Jaquet und Bruhin letzte ISF-Tour-Champions
publiziert: Freitag, 29. Mrz 2002 / 19:48 Uhr

Davos - Mit weltmeisterlicher Brillanz sicherte sich der neue ISF-Tour-Champion Gilles Jaquet nach seinen Erfolgen in Laax und Leysin auch beim Davoser Nacht-Duel den Sieg. Nächste Saison wird der Romand seine Klasse wohl nur noch bei der FIS unter Beweis stellen können -- die Tage der ISF sind gezählt.

Gilles Jaquet.
Gilles Jaquet.
Im Frauen-Circuit liess sich FIS-Weltmeisterin Ursula Bruhin trotz einer knappen Final-Niederlage gegen Perine Bühler (22) als Nachfolgerin von Steffi von Siebenthal zur letzten ISF-Championne küren.

Vor rund 5000 Zuschauern lieferte Jaquet abermals den Beweis, im alpinen Snowboard-Sport trotz durchzogener Olympia-Bilanz zu den absoluten Trendsettern zu gehören. Einzig im ersten Durchgang des Endlaufs musste der Chaux-de-Fonnier einen Widersacher zuerst passieren lassen, ehe der «Weltmeister ohne Makel» den minimalen Rückstand gegen Urs Eiselin im zweiten Anlauf souverän korrigierte. Gleichwohl hat ihm sein Ausrüster Scott unlängst gekündigt...

Olympiasieger Philippe Schoch, der die Qualifikation von A bis Z dominiert hatte, bezahlte einen groben Fahrfehler mit dem Viertelfinalout. «Das Ausscheiden habe ich mir ganz klar selber zuzuschreiben, weil ich mit dem Brett weggerutscht bin. Ich habe in dieser Saison aber schon viel erreicht», steckte der Fischenthaler seinen technischen Lapsus ziemlich locker weg.

Derweil verbreitete Schochs Manager Giusep Fry im Zielraum interessante News. Er könne sich gut vorstellen, zur Vermarktung des Shooting-Stars der Alpinszene die frühere Miss Schweiz Tanja Gutmann zu engagieren. Erste Kontakte mit der passionierten Boarderin haben in Klosters bereits stattgefunden. «Ich erhoffe mir bei einer möglichen Zusammenarbeit der beiden Synergie-Effekte», erklärte Fry.

Der für ihre Verhältnisse aussergewöhnliche Sieg Perrine Bühlers verblüfft. Die 22-jährige Davoserin spielte bis anhin im Snowboard-Zirkus eine völlig unbedeutende Rolle. Zahlreiche Verletzungen hatten bei ihr eine bessere Karriere bislang verhindert, weshalb Bühler erste auf diese Saison hin regelmässig auf einer Profi-Tour (FIS) auftrat.

Grabners Knieprobleme

Dass die Zuschauer den populären österreichischen Top-Fahrer Sigi Grabner in Davos nächstes Jahr nochmals zu Gesicht bekommen, ist ungewiss. «Um auf der FIS-Tour starten zu können, müsste ich mich wohl dem ÖSV anschliessen», mutmasste Grabner. An eine Sonderlösung zwischen seinem Burton-Team und dem mächtigen Ski- Verband mag er nicht glauben.

Ein Wechsel zur FIS drängt sich für Grabner wegen dem Verschwinden der ISF auf, zumal er noch «Motivation verspürt, weiterhin aktiven Snowboard-Sport zu betreiben». Ob er seine Karriere fortsetzt, ist aber gleichwohl nicht ganz gesichert, weil er seit längerer Zeit an den Folgen eines Kreuzbandrisses leidet. Im April muss sich Grabner operativ mehrere Schrauben entfernen. «Dann hoffe ich, wieder schmerzfrei boarden zu können.»

Eine kleine ÖSV-Anekdote am Rande: Um sich für Salt Lake City zu qualifizieren, hatte der ÖSV Grabner gezwungen, die offizielle Jacke mit den Emblemen der Verbandssponsoren zu tragen, ohne dem ISF-Profi dafür auch nur einen einzigen Schilling zu überweisen.

Kestenholz verletzt

Der schon vor Monaten von Jaquet entthronte ISF-Champion Ueli Kestenholz fehlte beim Saisonabschluss im Bündnerland. Vergangene Woche erlitt der Berner Oberländer beim Freeriden einen Brustbeinbruch, den er in den nächsten sechs Wochen kurieren muss. Mit der schmerzhaften Verletzung endete für Kestenholz ein sportlich grösstenteils missratener Winter vorzeitig.

(kil/sda)

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