'Jeden Armzug konzentriert'
publiziert: Donnerstag, 28. Jul 2005 / 07:26 Uhr

Nach der Dopingkontrolle gab die Silber-Medaillengewinnerin über 1500m Crawl, Flavia Rigamonti, Auskunft über ihr Rennen und ihre Gefühlslage.

Flavia Rigamonti.
Flavia Rigamonti.
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Flavia Rigamonti, wie erlebten sie das Rennen?

Rigamonti: Ich war sehr konzentriert, aber gleichzeitig entspannt und kaum nervös, um nicht unnötig Energie zu verpuffen. Gegen den Schluss des Rennens musste ich leiden. Als Zweite mit persönlicher Bestleistung darf ich zufrieden sein. Auch ohne Rekord wäre der zweite Rang okay gewesen.

Sie schwammen schon im Vorlauf mit Kate Ziegler, die schnell startete, von Ihnen dann aber letztlich deutlich distanziert wurde. Haben Sie gemerkt, dass die Amerikanerin auch im Final wieder versucht wegzuziehen?

Gemerkt habe ich es schon, aber ich dachte nicht wirklich darüber nach, ob Sie diesmal bis am Schluss durchhält. Ich war einfach auf jeden einzelnen Armzug konzentriert.

Waren sie erstaunt über Kate Zieglers Stehvermögen?

Ach, es ist so ein langes Rennen, da kann alles passieren. Man sollte sich nicht zu viele Gedanken machen, sondern einfach das Rennen mitleben. Ich habe nun schon so viele Jahre Erfahrung. Dass da eine aus dem Nichts kommt und so schnell schwimmt, ist nicht neu.

Zeit zum Feiern bleibt Ihnen nicht. Sie haben noch weitere Ziele.

Ich habe mit den 800 m noch einen weiteren Wettkampf in Montreal. Ausserdem bin ich sehr müde und will einfach nur noch schlafen.

Was darf von Ihnen über die 800 m erwartet werden?

Schauen wir mal.

In Fukuoka haben Sie Ihre erste WM-Medaille gewonnen, es dauerte vier Jahre, bevor Sie wieder so weit sind. Dazwischen gewannen Sie nicht sehr viel. Wie sehen Sie diese Zeit?

Ich möchte betonen, dass ich die letzten Jahre nicht als verlorene Jahre betrachte. Ich wäre jetzt nicht Zweite, wenn ich in den vergangenen Jahren nicht gut trainiert hätte.

Wenn ich vier Jahre mit dem gleichen Trainer und dem gleichen Programm trainiert hätte, wäre ich vielleicht auch schnell geschwommen. Aber niemand kann genau sagen, dass ich in diesem Fall in Montreal besser gewesen wäre. Ich wollte meine Entscheidungen nicht immer nur dem Schwimmen unterordnen, es gibt auch noch Freunde und Familie. Es ist mein Leben, und ich möchte nichts ändern. Alles, was geschieht, hat seinen Grund.

Schalten sie nach der WM eine Trainingspause ein und gehen in die Ferien?

Nur gerade zwei Wochen. Ich werde in dieser Zeit wohl nach Neapel gehen und dort meinen ehemaligen Trainer Lello Avagnano besuchen. Meine Ferien sind so kurz, weil es in Dallas bereits am 18. August weitergeht. Da ich in der nächsten Saison Team-Captain bin, will ich rechtzeitig in die Staaten zurück. Es kommen drei neue Schwimmerinnen ins Team. Auch ich war vor rund vier Jahren froh, dass sich am Anfang jemand um mich gekümmert hat.

Was zeichnet ihr Trainer Steve Collins aus?

Steve hat mir die Möglichkeit gegeben, nach Dallas zurückzukommen und wieder mit den anderen Mädchen zu trainieren. Das war ein Geschenk und dafür danke ich ihm.

(von Valentin Oetterli,/Si)

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