Jeder sechste Erwachsene hat Lese-Probleme
publiziert: Dienstag, 25. Jul 2006 / 12:45 Uhr

Neuenburg - Jeder sechste Erwachsene in der Schweiz zwischen 16 und 65 ist schwach im Lesen, jeder zwölfte hat Probleme mit der Sprache. Neueingewanderte sind besser qualifiziert als Emigranten, die schon länger hier wohnen.

Ein Grossteil der Schweizer Wohnbevölkerung weise bei den Grundkompetenzen erhebliche Lücken auf.
Ein Grossteil der Schweizer Wohnbevölkerung weise bei den Grundkompetenzen erhebliche Lücken auf.
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Dies geht aus der Publikation «Lesen und Rechnen im Alltag» des Bundesamtes für Statistik (BFS) hervor. Sie stützt sich auf den Adult Literacy and Life Skills Survey (ALL), der 2003 in der Schweiz, in Norwegen, Italien, den USA, Kanada, auf den Bermudas und im mexikanischen Staat Nuevo León durchgeführt worden war.

Mittelmässige Leser

Im internationalen Vergleich hatte die Schweiz, wo 5200 Personen befragt worden waren, sehr gut im Rechnen, gut bei der Problemlösung und mittelmässig beim Lesen abgeschnitten. Die nationale Studie zeigt nun vor allem Lesekenntnis-Lücken bei einem Teil der Schweizer Wohnbevölkerung.

Rund 800´000 Erwachsene (16 Prozent der 16- bis 65-Jährigen) können nicht gut genug lesen, um einen einfachen Text zu verstehen. Rund 400´000 (8 Prozent der gleichen Altersgruppe) können sich in der Sprache des Ortes, an dem sie wohnen, nicht ausdrücken.

Steigerung in der Deutschschweiz

Im Vergleich zu einer früheren Studie aus den Neunziger Jahren, die in der Schweiz und rund 20 anderen Ländern zum Textverständnis bei Erwachsenen durchgeführt wurde, zeigt sich, dass die Deutschschweiz aufholte: Von allen Ländern und Regionen, die an beiden Erhebungen teilnahmen, konnte einzig sie eine Steigerung des Leistungsdurchschnitts vorweisen.

In allen Testländern schneiden die Frauen bei gleichem Ausbildungsniveau im Rechnen schlechter ab als die Männer. In der Schweiz liegen sie auch in den anderen Bereichen hinter den Männern.

Gebildete Neueingewanderte

Die Eingewanderten, die 26 Prozent der erwachsenen Bevölkerung in der Schweiz ausmachen, schneiden im Schnitt weniger gut ab. Die im Verlaufe der vergangenen fünf Jahre Eingewanderten erbrachten indes bessere Leistungen als die seit längerem Immigrierten.

Sie sind meist viel besser qualifiziert als jene, die sich bereits früher hier niedergelassen haben. Zwischen den Neueingewanderten und den in der Schweiz Geborenen besteht kaum ein Leistungs-Unterschied. Ein Trumpf für die Immigranten ist ihre Mehrsprachigkeit.

(bert/sda)

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