«Mobiles Volk»
Jeder zehnte Schweizer lebt im Ausland
publiziert: Donnerstag, 17. Feb 2011 / 23:36 Uhr
Die grösste Schweizer Kolonie befindet sich in Frankreich.
Die grösste Schweizer Kolonie befindet sich in Frankreich.

Bern - Über ein Zehntel der Schweizerinnen und Schweizer lebt im Ausland. Damit hat die Schweiz einen der höchsten Auslandsbürgeranteile europaweit oder gar weltweit. Doch die Schweiz ist kein klassisches Auswandererland, das die Menschen aus Not verlassen.

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«Wir Schweizer sind ein sehr mobiles Volk», sagt Rudolf Wyder, Direktor der Auslandschweizer-Organisation (ASO) am Donnerstag zu den vom Eidg. Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) veröffentlichten Zahlen. Pro Jahr verliessen rund 35'000 Schweizer Bürger das Land, etwa 25'000 kehrten wieder zurück.

Gemäss EDA waren im vergangenen Jahr 695'101 Menschen mit Schweizer Pass im Ausland gemeldet. Im Inland lebten zugleich etwas über 6 Millionen Schweizer Bürger. Damit leben unter dem Strich über 10 Prozent der Schweizerinnen und Schweizer im Ausland. 72 Prozent davon wiederum sind Doppelbürger.

Personenfreizügigkeit rege genutzt

Knapp 60 Prozent der Auswanderer leben in der Europäischen Union. In der Diskussion um die Personenfreizügigkeit mit der EU gehe oft vergessen, dass «auch wir Schweizer rege davon Gebrauch machen», sagt Wyder.

Die grösste Schweizer Kolonie befindet sich in Frankreich: Dort leben 181'462 Menschen mit dem roten Pass. Auf den Plätzen folgen Deutschland (77'827 Schweizer), die USA (75'252) und Italien (49'187), sowie Kanada, Grossbritannien, Spanien, Australien, Argentinien und Österreich.

Starker Anstieg

Insgesamt ist die Anzahl von Schweizer Bürgern im Ausland in den letzten Jahren stark gestiegen, allein 2010 gemäss EDA um 10'127 Menschen. Binnen 10 Jahren wuchs die Anzahl Schweizer Bürger gar um knapp 115'000 Menschen.

Es gebe drei Gründe für die stetige Zunahme von unter dem Strich rund 8000 bis 10'000 Auslandsschweizern pro Jahr. Zu jenen, die definitiv auswanderten, kämen die Geburten von Schweizer Kindern im Ausland sowie die Einbürgerung von Familienangehörigen hinzu.

(bert/sda)

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