Saleh behält Einfluss
Jemens Präsident entlässt hochrangige Soldaten
publiziert: Samstag, 7. Apr 2012 / 10:24 Uhr / aktualisiert: Samstag, 7. Apr 2012 / 15:44 Uhr
Militärkommandante im Jemen müssen gehen.
Militärkommandante im Jemen müssen gehen.

Sanaa - Jemens Präsident Abd Rabbo Mansur Hadi hat führende Offiziere und Vertraute des früheren Staatschef Ali Abdullah Saleh entlassen. Dies berichtete die amtliche Nachrichtenagentur SABA am Freitag. Der Machtkampf stürzt Jemen noch tiefer in die Krise.

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Gemäss SABA erliess Präsident Hadi ein Dekret, mit dem er unter anderen den Kommandanten der Luftwaffe, Mohammed Saleh al-Ahmar, und den Kommandanten der Spezialkräfte der Präsidentengarde, Tarek Mohammed Saleh, ihrer Aufgaben entband.

Al-Ahmar ist ein Halbbruder und Saleh ein Neffe des langjährigen Präsidenten, der unter dem Druck monatelanger Proteste am 21. Februar die Macht an seinen vormaligen Stellvertreter Hadi abgeben hat.

Zudem wechselte Hadi die Gouverneure von vier Provinzen aus, darunter einen engen Saleh-Getreuen, der den Aufstand in Tais blutig niedergeschlagen hatte. Sein Amt abgeben musste auch der Gouverneur der südlichen Provinz Abjan, in der sich ein regionaler Flügel der radikal-islamischen Al-Kaida festgesetzt hat.

Saleh behält Einfluss

Ex-Präsident Saleh, der Jemen 33 Jahre lang regiert hatte, ist weiter Chef der mächtigen früheren Regierungspartei. Wichtige Posten in Armee und Verwaltung sind in der Hand seiner Anhänger.

So wird die Republikanische Garde von seinem ältesten Sohn Ahmad kommandiert. Auch ein Neffe sowie weitere seiner Anhänger bleiben auf ihren Posten als Oberkommandanten wichtiger Militäreinheiten. Beobachter rechnen damit, dass auch Ahmad Saleh bald ersetzt wird.

Die Armee ist zwischen Anhängern und Gegnern des früheren Präsidenten geteilt, seitdem sich General Ali Mohsen al-Ahmar im März 2011 der Protestbewegung anschloss. Präsident Hadi entliess am Freitag auch den ihm nahestehenden Kommandanten der Region Ost, General Mohammed Ali Mohsen.

Flughafen angegriffen

Anhänger von Ex-Präsident Saleh reagierten auf die Entlassungen mit Gewalt: Der internationale Flughafen der Hauptstadt Sanaa, der wichtigste des Landes, musste am Samstag nach deutlichen Drohgebärden geschlossen werden.

Bewaffnete Saleh-Anhänger - Stammeskämpfer und Soldaten in Uniform - waren nach Angaben eines Regierungsvertreters mit auf Pritschenwagen montierten Flugabwehrkanonen vorgefahren und hatten den Tower beschossen.

Der Tower sei zerstört worden; es hätten alle Flüge abgesagt werden müssen. Anschliessend hätten die Saleh-Anhänger die Zufahrtswege zum Flughafen blockiert.

(bg/sda)

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