Jemen
Jemens entmachteter Präsident ruft Aden zur «Hauptstadt» aus
publiziert: Sonntag, 8. Mrz 2015 / 14:35 Uhr
Abd Rabbo Mansur Hadi: «Aden ist die Hauptstadt des Jemens geworden, weil Sanaa von den Huthis besetzt ist.»
Abd Rabbo Mansur Hadi: «Aden ist die Hauptstadt des Jemens geworden, weil Sanaa von den Huthis besetzt ist.»

Sanaa - Zwei Wochen nach seiner Flucht nach Aden hat der entmachtete jemenitische Präsident Abd Rabbo Mansur Hadi die im Süden des Landes gelegene Stadt zur neuen «Hauptstadt» des Landes ausgerufen. Auch Verteidigungsminister Mahmud al-Subaihi floh am Wochenende nach Aden.

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Hadi begründete seinen Schritt nach Angaben eines Vertrauten am Samstag damit, dass die offizielle Hauptstadt Sanaa von der schiitischen Huthi-Miliz kontrolliert wird. «Aden ist die Hauptstadt des Jemens geworden, weil Sanaa von den Huthis besetzt ist», sagte er den Angaben zufolge bei einem Treffen mit Würdenträgern aus Hadramut im Südosten des Landes.

Die Ausrufung Adens zur Hauptstadt hat allerdings nur symbolische Bedeutung. Damit ein solcher Schritt Rechtskraft bekäme, wäre eine Verfassungsänderung nötig.

Auch General al-Subaihi, der in der alten Regierung Verteidigungsminister war, floh inzwischen aus Sanaa. Er sei er in der Nacht zum Sonntag in Aden eingetroffen und solle von dort sein Amt wieder wahrnehmen, sagte einer seiner Vertrauten.

Konvoi attackiert

Ein zweiter Konvoi, der eine Stunde später aufgebrochen war, wurde demnach auf den Weg nach Aden von Huthi-Rebellen attackiert. Ein Mitglied der Gruppe sei getötet worden, sagte ein Vertreter der Militärs. Al-Subaihi stand in Sanaa wie andere Mitglieder der von den Rebellen vertriebenen Regierung unter Hausarrest.

Im Jemen herrschen seit Jahren politisches Chaos und Gewalt. Dieses wurde von der Huthi-Miliz ausgenutzt, die seit dem Sommer vergangenen Jahres auf die Hauptstadt Sanaa vorrückte und diese im September erreichte.

Im Januar übernahm die Miliz mit der Einnahme des Präsidentenpalastes die Kontrolle über die Hauptstadt und zwang Präsident Hadi zum Rücktritt. Diesem gelang Ende Februar die Flucht nach Aden. Von dort aus zog der international anerkannte Präsident seine Rücktrittserklärung zurück.

(asu/sda)

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