Jens Lehmann weiter auf Rekordjagd
publiziert: Mittwoch, 13. Sep 2006 / 00:02 Uhr

Wenn heute Abend in der AOL-Arena in Hamburg der HSV mit Raphael Wicky auf Arsenal mit Johan Djourou, aber ohne den verletzten Philippe Senderos trifft, geht es um Rekordmarchen. Gunners-Torhüter Jens Lehmann ist seit 763 Minuten ungeschlagen.

Lehmann möchte seinen Rekord auf Klubebene weiter ausbauen.
Lehmann möchte seinen Rekord auf Klubebene weiter ausbauen.
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In der Heimat möchte Lehmann seinen Rekord auf Klubebene von acht Spielen und 43 Minuten ohne Gegentor in der Königsklasse weiter ausbauen. Der deutsche Teamgoalie, der die bisherige Bestmarke (658 Minuten/sechs Partien) des Holländers Edwin van der Sar (Ajax Amsterdam) aus der Saison 1995/96 dieses Jahr im Halbfinal-Rückspiel gegen Villarreal ausgelöscht hatte, wurde auch im Final in Paris (1:2) gegen den FC Barcelona bis zu seinem Ausschluss in der 18. Minute nicht bezwungen.

Sollte Lehmann in Hamburg hinter sich greifen müssen, wäre dies auch für die Gastgeber ein historisches Tor. Der HSV steht vor seinem 300. Europacup-Treffer. Druck lastet aber auf beiden Vereinen. Die Hanseaten sind seit sechs Pflichtspielen ohne Sieg und müssen ausserdem auf die verletzten Rafael Van der Vaart, den argentinischen Neuzuzug Juan Pablo Sorin und den ehemaligen FCB-Verteidiger Thimothée Atouba verzichten.

Dafür dürften der belgische Verteidiger Vincent Kompany und der tschechische Mittelfeldspieler David Jarolim wieder einsatzbereit sein. Die Engländer haben in fünf CL-Spielen auf deutschem Boden nur einen Punkt (1:1 vor fünf Jahren gegen Bayer Leverkusen) ergattert und sind in der Premiere League ebenfalls noch sieglos.

Auch Henry fällt aus

«Der HSV ist die kreativste Mannschaft in Deutschland. Ich kann nicht sagen, dass ich keine Bedenken habe», meinte Arsenal-Manager Arsène Wenger nach dem schlechtesten Liga-Start seiner Truppe seit 15 Jahren (zwei Punkte aus drei Spielen).

Ihm fehlen neben dem an der Schulter lädierten Philippe Senderos, Lauren und Gael Clichy vor allem Thierry Henry. Der Franzose hat sich im Training am Dienstag am Fuss verletzt. HSV-Coach Thomas Doll gibt vor dem ersten CL-Auftritt seit knapp sechs Jahren zu: «Wir sind in einem kleinen Tal, trotzdem hoffe ich auf den ersten Saisonsieg.» Zuletzt hätten sich seine Spieler arrogant und selbstzufrieden präsentiert, er fordert nun eine Trotzreaktion seiner Akteure.

Neues weisses Ballet

Die jüngste Vergangenheit spielt in der Partie zwischen Lyon (wohl ohne Patrick Müller) und Real Madrid in der Gruppe E mit. Vor einem Jahr war der spanische Rekordmeister im Stade Gerland im ersten Gruppenspiel kläglich 0:3 untergegangen.

Der französische Serien-Titelträger ist daheim seit 15 CL-Spielen ungeschlagen, die insgesamt 100. Europacup-Niederlage der «Königlichen» wäre also keine Überraschung. Doch die Gäste, die weiterhin auf den am Knie verletzten Ronaldo verzichten müssen, kommen diesmal mit einem neuem Gesicht an die Rhone.

Das «Weisse Ballett» tanzt nicht nur mit einem neuen «Dirigenten» (Fabio Capello), sondern verfügt mit Italiens Weltmeister und Abwehrrecken Fabio Cannavaro sowie Emerson, dem Ex-Lyoner Mahamadou Diarra und vor allem mit Ruud van Nistelrooy über neue Klasseakteure.

«Wir müssen sehr vorsichtig sein. Es wird nicht das gleiche Spiele wie vor einem Jahr», warnt Lyons brasilianischer Regisseur Juninho. Auf der Gegenseite meinte Ruud van Nistelrooy: «Es wird schwierig, aber wenn wir so spielen wie zuletzt gegen Levante, kommen wir mit einem Sieg heim.» Der Holländer hatte beim 4:1 dreimal getroffen.

In Old Trafford sind mit Manchester United und Celtic Glasgow (Gruppe F) gleich zwei Klubs am Werk, die viel gut zu machen haben. Die Engländer gewannen vorige Saison nur eines von sechs Gruppenspielen, während die Schotten sogar in der zweiten Qualifikationsrunde an Artmedia Bratislava scheiterten. «Wir haben gegen Lille und Villarreal in vier Spielen 2005/06 kein Tor erzielt.

Das wird diesmal anders, das verspreche ich», so ManU-Manager Alex Ferguson vor dem Duell mit seinem schottischen Landsmann und früheren Schützling Gordon Strachan. Die Statistik spricht für die «red devils». Im Europacup haben sie noch nie gegen Schotten verloren.

Inzaghi erstmals ohne «Schewa»

Milan, zuletzt 2003 Champion in der Königsklasse, ist daheim gegen AEK Athen klarer Favorit. Filippo Inzaghi muss aber erstmals ohne sein jahreslanges Pendant Andrej Schewtschenko auskommen. «Schewa» markierte 56 Europacuptore für Milan und ist in der ewigen Bestenliste Zweiter hinter Gerd Müller (De) mit 68 Toren.

Milan zog wegen seiner Verwicklung in den italienischen Manipulationsskandal zwar erst durch die Hintertüre der Qualifikation in die Champions League, gilt aber auch in diesem Jahr als Anwärter auf den finalen Triumph.

(smw/Si)

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