Jetzt freut sich Maya Pedersen
publiziert: Freitag, 17. Feb 2006 / 00:02 Uhr

Maya Pedersen gewann die Goldmedaille im Eiskanal von Cesana für «meinen Mann, meine Tochter, für die Schweiz, aber auch für Norwegen.»

«Sie hatte ein ungeheures Selbstvertrauen» - Olympiasiegerin Maya Pedersen.
«Sie hatte ein ungeheures Selbstvertrauen» - Olympiasiegerin Maya Pedersen.
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Jetzt freut sie sich vor allem auf die Medaillenübergabe heute abend in Turin und das Wiedersehen mit dem zweijährigen Töchterchen Miriam.

In der Nacht vor dem Rennen, auf das die Bernerin nach der Geburt ihrer Tochter am 20. Februar 2004 voll hingearbeitet hatte, schlief Pedersen miserabel.

«Ich war ungeheuer nervös, ass zum Frühstück nur eine Banane, aber mit der Zeit fand ich die Ruhe.» Ihre Teamkollegin Tanja Morel, die mit dem 7. Platz ihr Ziel («ein olympisches Diplom») realisierte, erlebte Pedersen am goldenen Tag vor dem Rennen hingegen ruhig und konzentriert.

Es gibt nur Gold

«Wie es in Maya aussah, weiss ich natürlich nicht», sagte sie. Für Morel wäre alles andere als eine Goldmedaille Pedersens eine Enttäuschung gewesen.

«Maya wusste, dass sie gewinnen konnte und hat nach diesen Trainings ein derartiges Selbstvertrauen aufgebaut, dass gar nichts schief gehen konnte.»

2002 bei den Spielen von Salt Lake City, hatte Pedersen ihre Medaillenchance mit einem verpatzten ersten Lauf (Bestzeit im zweiten Durchgang, 5. Schlussrang) vergeben. Gestern dachte sie überhaupt nicht mehr daran: «Ich habe aus den Fehlern von damals gelernt. Salt Lake hat mich mental stärker gemacht.»

Vor dem Start zu ihrem zweiten Lauf war Pedersen die Ruhe selbst: «Ich wusste, dass die schärfsten Konkurrentinnen in den schwierigen Kurven 6, 7 und 8 Fehler gemacht hatten und war schon sicher, dass ich gewinnen würde.»

Bruno Kernen: Go for Gold!

Den riesigen Vorsprung von 1,23 Sekunden erklärte Pedersen auch mit dem Mental- und Videotraining durch ihren Gatten Snorre. «10 bis 15 Mal täglich bin ich die Bahn am Computer abgefahren, das hat sicher geholfen», sagte sie.

Und Spezialist Snorre stellte auch das perfekte Material bereit, «nachdem wir seit vier Jahren Kufentests unternommen haben.» Ihre Vergangenheit als Sprinterin betonte sie als weitere gute Grundlage für den Skeletonsport in der internationalen Medienkonferenz.

Auftrieb gegeben haben Maya Pedersen schliesslich die beiden bisherigen Turiner Medaillengewinne durch Berner Oberländer. Bronzegewinner Bruno Kernen, mit dem sie täglich Kontakt hatte, hatte ihr nahe gelegt: «Go for gold!»

Ob Maya Pedersen ihre Karriere fortsetzen wird, sei derzeit offen: «Snorre und ich denken aber an ein zweites Kind.» Ihr Leben wird jedenfalls auch als «Norwegerin», als Angestellte des Olympic Park von Lillehammer weitergehen, dort, «wo ich von September an jeweils auf Eis trainieren konnte.»

(von Peter A. Frei, Cesana/Si)

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