Jimmy Carter in Nordkorea eingetroffen
publiziert: Mittwoch, 25. Aug 2010 / 16:44 Uhr / aktualisiert: Mittwoch, 25. Aug 2010 / 18:43 Uhr
«Private Mission»: Jimmy Carter.
«Private Mission»: Jimmy Carter.

Seoul - Der frühere US-Präsident Jimmy Carter ist in Nordkorea eingetroffen, wo er sich gemäss US-Medien für die Freilassung eines inhaftierten Landsmannes einsetzen will. Für die US-Regierung ist die Mission des Friedensnobelpreisträgers «humanitär» und «privat».

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Carter und seine Begleitgruppe seien am Mittwoch am Flughafen von Pjöngjang von Vizeaussenminister und Atom-Unterhändler Kim Kye Gwan empfangen worden, berichteten die staatliche nordkoreanische Nachrichtenagentur KCNA und die chinesische Staatsagentur Xinhua.

Wenige Stunden nach der Ankunft traf der 85-jährige Carter gemäss KCNA mit dem protokollarischen Staatsoberhaupt des Landes, Kim Yong Nam, zusammen. Das Gespräch sei in einer «warmen Atmosphäre» geführt worden. Einzelheiten wurden nicht genannt.

Carter will sich offenbar um die Freilassung des wegen illegalen Grenzübertritts verurteilten Aijalon Mahli Gomes aus Boston bemühen. Gomes war zu acht Jahren Zwangsarbeit verurteilt worden.

Die US-Regierung bezeichnete den Besuch Carters als «humanitäre Mission», wollte sich aber nicht konkret zum Fall Gomes äussern. Er werde «nichts kommentieren, was eventuell negative Auswirkungen auf eine private humanitäre Mission haben könnte», sagte der Regierungssprecher Bill Burton in Washington. Gleichwohl seien die USA der Meinung, dass Gomes freigelassen werden solle.

Grenzübertritte aus Protest

Der 30-jährige Gomes war im Januar festgenommen worden, nachdem er die Grenze von China aus unerlaubt überquert hatte. Der gläubige Christ arbeitete als Englischlehrer in Südkorea. Der genaue Grund für seinen Grenzübertritt war unklar. Anfang Juli unternahm Gomes nach Angaben aus Nordkorea einen Suizidversuch.

Im Februar hatte Nordkorea den wegen illegaler Einreise festgenommenen US-Missionar Robert Park freigelassen. Park hatte vorher angekündigt, sich festnehmen lassen zu wollen, um so auf die schlechte Menschenrechtslage in Nordkorea hinzuweisen.

Vor gut einem Jahr hatte der frühere US-Präsident Bill Clinton bei einem Besuch in Nordkorea die Begnadigung von zwei US-Journalistinnen erwirkt. Auch sie waren wegen unerlaubten Grenzübertritts zu mehreren Jahren Arbeitslager verurteilt worden.

(ht/sda)

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