Jimmy Carter vermittelt zwischen Correa und Uribe
publiziert: Samstag, 7. Jun 2008 / 08:33 Uhr

Quito - Nach einem monatelangen Streit zwischen Kolumbien und Ecuador um eine Grenzverletzung hat der frühere US-Präsident Jimmy Carter zwischen beiden Staaten vermittelt.

Jimmy Carter konnte zwischen beiden Parteien vermitteln.
Jimmy Carter konnte zwischen beiden Parteien vermitteln.
Die Regierungen in Bogotá und Quito hätten sich am Freitag (Ortszeit) auf die Wiederaufnahme diplomatischer Beziehungen zunächst auf der Ebene von Geschäftsträgern verständigt, teilte das in Atlanta ansässige Carter Center für Menschenrechte mit.

Im Rahmen seiner Vermittlungsbemühungen habe Carter darüber persönlich mit Ecuadors Präsident Rafael Correa und dessen kolumbianischem Amtskollegen Alvaro Uribe am Telefon gesprochen. Beide hätten dem sofortigen Austausch von Diplomaten zugestimmt.

Angriff auf FARC-Lager

Die kolumbianische Armee hatte am 1. März ein FARC-Lager in Ecuador angegriffen und dabei den Vize-Kommandanten der Rebellen, Raúl Reyes, getötet. Der Angriff auf fremdem Territorium hatte zu einer Krise den Beziehungen zwischen Kolumbien und Ecuador sowie Venezuela geführt.

Die kolumbianische Regierung ist der Ansicht, dass bei der Aktion sichergestellte Computerdateien eine Zusammenarbeit Venezuelas und Ecuadors mit den FARC-Rebellen belegen. Demnach soll Venezuelas Präsident Hugo Chávez diese mit Geld und Waffen unterstützt haben und Correa Geld von den linksgerichteten Rebellen für seinen Wahlkampf genommen haben. Die internationale Polizeiorganisation Interpol bestätigte die Echtheit der Computerdaten.

(tri/sda)

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