Joanne K. Rowlings Abschied von Harry Potter
publiziert: Samstag, 21. Jul 2007 / 17:32 Uhr

London - Harry-Potter-Erfinderin Joanne K. Rowling sieht so aus, als würde sie am liebsten unter dem Tarnumhang ihres Zauberlehrlings verschwinden. «Ich habe es geliebt, über Harry zu schreiben», sagte Rowling kurz vor dem Erscheinen des letzten Bandes der Potter-Saga. «Aber jetzt brauche ich wirklich eine Auszeit.»

Joanne K. Rowling braucht nun zuerst mal Ferien.
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Von Anfang an hat die 41 Jahre alte Britin, die mittlerweile Fans von Alaska bis Australien hat, den Rummel um ihre eigene Person eher widerwillig ertragen. Ihren Abschied von Harry feierte sie deshalb auch eher im «kleinen Kreis».

500 Fans konnten sich zu den Glücklichen zählen, die am Samstag um eine Minute nach Mitternacht englischer Zeit bei einer Lesung im Londoner Naturkundemuseum das erste Kapitel von «Harry Potter and the Deathly Hallows» aus dem Mund der Autorin hören durften.

Schreckliche Dinge

«Ich habe Rotz und Wasser geheult, als ich das letzte Kapitel geschrieben habe», hatte Rowling erklärt und die kleinen und grossen Leser aufgefordert, sich auf ein paar «schreckliche Dinge» einzustellen.

Ein wenig Melancholie spiegelte sich dann auch in ihrer Miene, als sie in der Nacht der Nächte in einem grossen roten Samtsessel Platz nahm und die ersten Worte des lang ersehnten letzten Potter-Bandes vorlas.

Ganze zwölf Minuten konnten die Fans ausserhalb der Mauern des Museum Rowlings Lesung live im Internet verfolgen - danach waren die geladenen Gäste wieder unter sich, später signierte die Autorin viele Bücher.

Wie ein Schatz

Die Potter-Anhänger, die ihrem Idol Rowling tatsächlich begegnen durften, konnten ihr Glück kaum fassen. «Für mich ist heute Nacht ein Traum wahr geworden», sagte die 22 Jahre alte Kathryn Longwill. Ihre signierte Kopie sei wie ein Schatz für sie - lesen wolle sie lieber ein zweites Ersatz-Exemplar.

Mit dem letzten Band der Saga geht für viele Potter-Fans eine Ära zu Ende. «Die letzten zehn Jahre lang war Harry Potter so ein grosser Teil meines Lebens», sagte Leserin Cahina Lewis. «Mit meinen Freunden habe ich immer wieder neue Potter-Theorien erdacht. Das ist jetzt vorbei. Was soll ich jetzt bloss mit meinem Leben anfangen?»

Mit Kindern teilen

Auch Rowling will ihren Alltag nun erst einmal neu organisieren. «Ich kann niemandem irgendetwas versprechen», sagte sie. Vor allem brauche sie dringend Urlaub.

«Meine beiden jüngsten Kinder wissen noch gar nicht wirklich, wer Harry Potter ist. Ich freue mich so sehr darauf, das Buch mit ihnen teilen zu können, wenn sie alt genug sind - das hilft mir, nicht so traurig zu sein, dass jetzt alles vorbei ist.»

(Von Britta Gürke, dpa/sda)

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