Job-Suchdienst für Twitter gestartet
publiziert: Donnerstag, 19. Mrz 2009 / 07:22 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 19. Mrz 2009 / 07:51 Uhr

Austin, Texas - Der Internet-Suchspezialist Workdigital hat einen Jobsuch-Service für den Microbloggingdienst Twitter gestartet. Der Dienst durchforstet die Masse an Nachrichten, die auf Twitter gepostet wird, und filtert Beiträge mit relevanten Informationen zu Stellenangeboten heraus.

Die Twitter-Jobsuche basiert auf verschiedenen Detailinformationen und filtert Angaben zu Ort oder Jobtitel heraus.
Die Twitter-Jobsuche basiert auf verschiedenen Detailinformationen und filtert Angaben zu Ort oder Jobtitel heraus.
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Weiterführende Links zur Meldung:

Twitter Job Search
Job Suche über den Microbloggingdienst Twitter.
twitterjobsearch.com

Vorgestellt wurde die Jobsuche im Zuge des South by South West Interactive Fesitvals in Texas, wie der Guardian berichtet. Laut den Entwicklern von Workdigital könnte das Tool auch ein mögliches Umsatzmodell für den derzeit boomenden Bloggingdienst darstellen.

Ungeachtet des kontinuierlichen Wachstums von Twitter gab es in den vergangenen Monaten bereits zahlreiche Spekulationen darüber, wie die kostenlose Seite künftig tatsächlich Geld verdienen kann. Workdigital glaubt, dass die Twitter-Jobsuche nun beispielsweise ein simples werbefinanziertes Angebot erstellen könne, bei dem - ähnlich wie bei Google - bestimmte Nachrichten und Informationen von der Seite herangezogen würden.

«Der Datenpool von Twitter ist nicht wertvoll, so lange er nicht organisiert wird», meint Henry Mackintosh, Head of Marketing bei Workdigital.

25'000 Jobs

«Wir scannen Mio. von Tweets, reissen das alles aber noch ein Stück weiter auf, um eine starke kontextbasierte Suche zu schaffen», so Mackintosh. Es gebe rund 25'000 Jobs, die auf Twitter in irgendeiner Form erwähnt würden und stündlich kämen Tausende hinzu.

Die Twitter-Jobsuche basiert auf verschiedenen Detailinformationen und filtert etwa Angaben zu Ort oder Jobtitel heraus. Damit soll der Suche mehr Kontext verliehen werden als einen blossen Link zu einer Webseite anzuzeigen.

Inwiefern das Jobsuche-Tool tatsächlich nützlich sein kann, will man bei dem Jobportal Monster zwar nicht bewerten. «Was für jeden Einzelnen hilfreich ist, muss jeder Anwender für sich selbst entscheiden. Hier spielen einfache Bedienbarkeit und Verfügbarkeit sowie der Umfang des Angebots eine grosse Rolle», meint Barbara Wiesinger, Country Manager & Sales Director Austria, Monster Worldwide.

Herkömmliche Jobplattformen haben Trend erkannt

Doch auch herkömmliche Jobplattformen wie Monster setzen mittlerweile auf Web-2.0-Angebote. «Unser neues Portal bietet Karriereinteressierten intuitive und individuelle Möglichkeiten für die Planung und Gestaltung der eigenen Karriere», so Wiesinger. Jobsuchende könnten sich zum Beispiel einen eigenen Karrierebereich gestalten und erhielten eigens auf sie zugeschnittene Informationen zur Karriereplanung.

Twitter zählt derzeit zwischen vier und sechs Mio. User monatlich. Der Microbloggingdienst setzte in den vergangenen Monaten einen starken Trend in Richtung «Echtzeit-Suchergebnisse». Das gründet unter anderem darauf, dass individuelle Online-Beiträge immer populärer werden und auch in den Google-Auflistungen erscheinen.

(fest/pte)

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