Johannes Rau sagt Besuch in Dschibuti wegen Anschlagwarnung ab
publiziert: Dienstag, 23. Mrz 2004 / 22:09 Uhr

DARESSALAM - Der deutsche Bundespräsident Johannes Rau hat seinen für morgen (Mittwoch) geplanten Besuch der Republik Dschibuti nach einer Warnung vor einem Anschlag abgesagt.

Johannes Rau reist nicht nach Dschibuti.
Johannes Rau reist nicht nach Dschibuti.
Das Bundespräsidialamt teilte mit, Rau folge der dringenden Empfehlung der deutschen Sicherheitsdienste. Islamistische Terroristen hätten einen Mordanschlag auf ihn geplant.

Wegen der dringenden Terrorwarnung sagte Rau kurzfristig den zum Abschluss seiner neuntägigen Afrikareise geplanten Besuch bei den deutschen Soldaten am Horn von Afrika ab.

Den Informationen zufolge sollte mit dem Mordanschlag ein führender Repräsentant eines westlichen Staates getroffen. Die Bundesregierung und die Sicherheitsdienste schätzten laut Präsidialamt die vorliegenden Hinweise als seriös und Ernst zu nehmend ein.

Rau wollte auf der Fregatte Augsburg den vor Dschibuti im Rahmen des weltweiten Anti-Terrorkampfes stationierten deutschen Soldaten für ihren Einsatz danken.

Die frühere französische Kolonie Dschibuti hat seit den Terroranschlägen vom 11. September 2001 in den USA wieder deutlich an strategischer Bedeutung gewonnen.

(bsk/sda)

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