John Kerry hat bei US-Vorwahlen Nase vorn
publiziert: Mittwoch, 4. Feb 2004 / 12:51 Uhr

Washington - Senator John Kerry aus Massachusetts hat sich bei den Vorwahlen der US-Demokraten für die Präsidentschaftskandidatur klar von seinen Mitbewerbern abgesetzt. Er siegte in fünf von sieben Bundesstaaten.

John Kerry siegte in fünf Bundesstaaten.
John Kerry siegte in fünf Bundesstaaten.
Kerrys Senatskollege John Edwards siegte erwartungsgemäss in seinem Heimatstaat South Carolina. Ex-NATO-Oberbefehlshaber Wesley Clark setzte sich in Oklahoma mit knappem Abstand vor Edwards durch. Howard Dean kam in keiner der sieben Abstimmungen über den dritten Platz hinaus.

Der Wahlmarathon vom Dienstag gilt als wichtige Weichenstellung vor dem Nominierungsparteitag der Demokraten im Juni. Bislang wurden knapp zehn Prozent der Delegiertenstimmen vergeben. Der demokratische Herausforderer von Präsident George W. Bush wird Ende Juli auf einem Parteitag in Boston nominiert.

Der 60-jährige Senator von Massachusetts konnte sich in Missouri, Arizona, New Mexico, North Dakota und Delaware an die Spitze des Feldes setzen. Kerry wertete seinen Erfolg am Super Tuesday als Ausdruck des Wunsches nach einem Regierungswechsels bei den US-Wählerinnen und -Wählern.

Nach seinem Sieg übte er scharfe Kritik an Präsident George W. Bush und bezichtigte ihn der Irreführung und des Wortbruchs im Vorfeld des Irak-Kriegs. Zudem habe Bush sein Versprechen gebrochen, beim Irak-Krieg auf eine internationale Koalition zu bauen.

Im Wahlkampf präsentiert sich Kerry als betont gemässigte und in der Sicherheits- und Wirtschaftspolitik verlässliche Alternative zu Bush. In der USA-weiten Wählergunst sehen Umfragen Kerry derzeit knapp vor Bush.

Der vor den Vorwahlen als Favorit gehandelte Ex-Gouverneur des Bundesstaates Vermont, Howard Dean, kündigte trotz neuer Pleiten in dieser Abstimmungsrunde an, weiter um die Kandidatur zu kämpfen. Senator Joe Lieberman dagegen gab nach erneut schwachem Abschneiden auf.

(fest/sda)

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