Johnny Hallyday will zurück nach Frankreich
publiziert: Dienstag, 8. Mai 2007 / 11:49 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 8. Mai 2007 / 15:48 Uhr

Paris/Bern - Der französische Steuerflüchtling Johnny Hallyday will Gstaad nach dem Wahlsieg Nicolas Sarkozys den Rücken kehren. Sie gingen «sicher» zurück nach Frankreich, erklärte seine Frau Laeticia. Noch nichts davon gehört hat die Gemeinde Saanen.

Laeticia Hallyday: «Wir lieben unser Land, wir lieben Frankreich». Aber noch mehr einen günstigeren Steuersatz.
Laeticia Hallyday: «Wir lieben unser Land, wir lieben Frankreich». Aber noch mehr einen günstigeren Steuersatz.
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«Die Politik von Nicolas Sarkozy wird dazu führen, dass wir ganz bestimmt zurückgehen», sagte Laeticia dem Radiosender RTL am Montagabend. Der neue Präsident habe angekündigt, den maximalen Steuersatz von 60 auf 50 Prozent zu senken, hielt die Gattin des schwerreichen Rockstars fest.

«Wir lieben unser Land, wir lieben Frankreich, (...) Johnny gehört nach Frankreich», sagte Laeticia gemäss einem Bericht der Nachrichtenagentur AFP. Sie habe verstanden, was die Franzosen bei ihrem Wegzug in die Schweiz empfunden hätten: «Aber die Steuerlast in Frankreich ist heute inakzeptabel.»

Mit dem Kauf eines Chalets in Gstaad BE und der Verlegung des Wohnsitzes hatte Hallyday Ende 2006 einen veritablen Steuerstreit zwischen der Schweiz und Frankreich losgetreten. Frankreichs Sozialisten kritisierten die Steuerflucht Hallydays und die Steueroase Schweiz.

Auch der konservative Präsident Jacques Chirac äusserte sich wenig erfreut über den Superstar: «Auch wenn ich den Künstler schätze, bedauere ich ein wenig sein Benehmen als Bürger.» Der französische Rocksänger verdiente 2006 8,75 Millionen Euro (14,4 Millionen Franken).

Der Gemeindepräsident von Saanen - in dessen Gemeinde Gstaad liegt - zeigte sich auf dem Westschweizer Radio (RSR) erstaunt. Er wisse nichts von dem bevorstehenden Umzug Hallydays, sagte Andreas Hurni. «Das ist vielleicht eine Option für das nächste Jahr», vermutete er.

Der Wegzug sei für Saanen nicht sehr schlimm, relativierte Hurni. Er beteuerte, dass in seiner Gemeinde immer noch viele Leute wohnten, ihre Ferien verbrächten und von den guten steuerlichen Bedingungen profitieren könnten. «Das Image von Gstaad hängt nicht allein von Johnny Hallyday ab», sagte der Gemeindepräsident.

(fest/sda)

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