Jolo: Offensive gegen Rebellen hält an
publiziert: Sonntag, 17. Sep 2000 / 07:06 Uhr

Zamboanga City - Die philippinische Armee hat am Sonntagmorgen ihre Angriffe auf Stellungen der Abu-Sayyaf-Rebellen auf der Insel Jolo im Süden des Landes ausgeweitet. Über das Schicksal der 19 Geiseln herrscht Unklarheit.

Verteidigungsminister Orlando Mercado wies Berichte zurück, nach denen einige der Geiseln während der Angriffe getötet worden seien. Örtliche Medien hatten berichtet, dass ein Amerikaner und zwölf Philippiner von den Rebellen getötet worden seien.

Kampfflugzeuge attackierten am Sonntagmorgen erneut die Dschungelcamps der Rebellen, während Bodentruppen die Stellungen mit Artillerie unter Feuer nahmen. Immern noch befinden sich insgesamt 19 Menschen in der Hand der Rebellen.

«Die Kämpfe dauern an, sagte der Sprecher des Präsidenten Joseph Estrada, Ronaldo Zamora. Mercado schloss weitere Verhandlungen mit der Abu Sayyaf nicht aus. Am Samstag hatte die Luftwaffe mit den Angriffen begonnen, die die Regierung mit den fortgesetzten Geiselnahmen der Rebellen begründete.

Die Armee habe im Morgengrauen Stellungen der Abu Sayyaf mit Granatfeuer unter Beschuss genommen, schilderten Bewohner. Sie berichteten von zahlreichen Opfern, deren genaue Zahl wegen der Abriegelung des Kampfgebietes durch die Armee jedoch nicht bekannt sei. Alle Verkehrsverbindungen von und nach Jolo sind unterbrochen. Fähr- und Frachtschiffe dürfen die Insel nicht mehr anlaufen.

Aus Militärkreisen verlautete, das Hauptlager der Rebellen werde nicht unter Beschuss genommen, um die Geiseln nicht zu gefährden. Estrada wollte noch am Sonntag auf die Nachbarinsel Zamboanga fliegen, um sich von der Armee über den Verlauf der Kämpfe unterrichten zu lassen.

Frankreich hatte die Angriffe umgehend missbilligt und den philippinischen Geschäftsträger in das Aussenministerium in Paris einbestellt. Bei den französischen Geiseln handelt es sich um Fernsehjournalisten, die im Juli von der Abu Sayyaf verschleppt wurden, als sie über Geiselnahmen der Rebellen auf Jolo berichten wollten.

Die Abu Sayyaf hatte immer wieder damit gedroht, im Fall eines Angriff der Armee ihre Geiseln zu töten. Neben den westlichen Geiseln befinden sich drei Malaysier und 13 Philippiner in der Gewalt der Rebellen.

(sda)

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