José Bové in Haft
publiziert: Dienstag, 15. Nov 2005 / 17:21 Uhr

Toulouse - Der französische Bauernführer José Bové muss vier Monate ins Gefängnis, weil er 2004 zusammen mit Politikern und Umweltschützern Versuchsfelder mit gentechnisch verändertem Mais zerstört hat.

José Bové zerstörte mit anderen Umweltschützern über 130000 Maispflanzen. (Archiv)
José Bové zerstörte mit anderen Umweltschützern über 130000 Maispflanzen. (Archiv)
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Das Berufungsgericht von Toulouse verurteilte den früheren Sprecher des Bauernbundes Confédération Paysanne zu der Haftstrafe. Der Grünen-Europaabgeordnete Gérard Onesta und der Bürgermeister von Bègles bei Bordeaux, Noël Mamère (ebenfalls Grüne), erhielten drei Monate Haft auf Bewährung.

Fünf andere Umweltschützer und Grünen-Politiker wurden zu zwei Monaten Haft bedingt verurteilt. Das Verfahren gegen 222 der Mittäterschaft Beschuldigte war im Prozessverlauf eingestellt worden.

Traditioneller Widerstand

Die Umweltschützer hatten auf einem Versuchsfeld 130 000 Maispflanzen ruiniert. Zerstörungen von Versuchsfeldern mit Gen-Mais haben in Frankreich Tradition. Im September war bekannt geworden, dass die französischen Bauern den kommerziellen Anbau von gentechnisch verändertem Futtermais 2005 stark ausgebaut haben.

So soll die Fläche von 17,5 Hektar auf 1000 Hektar erhöht worden sein. Spanien ist bisher mit 80 000 Hektar das einzige Land Europas, das Gen-Mais in grossem Stile anbaut. In den USA sind es 47,6 Millionen Hektar.

(fest/sda)

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