Journalisten lechzen nach Bildungsmassnahmen
publiziert: Dienstag, 14. Aug 2012 / 09:43 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 14. Aug 2012 / 20:41 Uhr
Journalisten wollen sich vor allem in den Bereichen Multimedia, Datenanalyse und Technologie weiterbilden. (Symbolbild)
Journalisten wollen sich vor allem in den Bereichen Multimedia, Datenanalyse und Technologie weiterbilden. (Symbolbild)

660 befragte Medienprofis beklagen kaum Ausbildungsmöglichkeiten

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Miami/Wien - Dass sich das Berufsbild des Journalisten durch das Internet stark verändert hat, belegt nun auch eine Studie der Knight Foundation, an der 660 Journalisten teilgenommen haben. Dabei kommen die Forscher zum Ergebnis, dass der Bedarf für Bildungsmassnahmen in Sachen Online-Journalismus sehr gross ist. Arbeitgeber bieten in der Regel aber keine entsprechenden Schulungen an.

Journalismus leidet

Journalisten wollen sich vor allem in den Bereichen Multimedia, Datenanalyse und Technologie weiterbilden. «Wir haben herausgefunden, dass Journalisten, die sich an die neue Situation in der Branche anpassen wollen, nach Ausbildungsmöglichkeiten dürsten. Der Grossteil der Befragten gab aber an, dass in ihren Medienhäusern keine solchen Massnahmen vorgesehen sind», sagt Michelle McLellan von der Knight Foundation.

Dem Thema nehmen sich auch Gewerkschaften und Interessenvertretungen an, die grundlegende Änderungen fordern: «Weitere Kürzungen der Presseförderung bei Qualitätsförderung und Zukunftssicherung gefährden die Substanz unserer Arbeit. Darunter leiden sowohl die Qualität als auch unsere Unabhängigkeit. Darunter leidet in weiterer Folge der Journalismus», schreibt Elisabeth Wasserbauer vom «Kuratorium für Jurnalistenausbildung». Die Vereinigung appelliert an die Politik und fordert «die Unterstützung der journalistischen Aus- und Weiterbildung zu stärken und auszubauen.»

Anleitungen im Internet

Die Wissenschaftler kommen zum Schluss, dass die «digitale Ära» einen Neustart der Nachrichtenindustrie repräsentiert, bei dem auf die Bedürfnisse der Beschäftigten vergessen wurde. Es gibt der Studie zufolge aber auch positive Entwicklungen. Im Internet werden immer mehr Anleitungen angeboten, die Journalisten, die bisher noch nicht mit der digitalen Welt in Berührung gekommen sind, zumindest einen Einblick bieten.

«Die guten Nachrichten sind, dass es noch nie zuvor so einfach war einen Neustart zu wagen. Aufgrund der Digitalisierung kommt man schneller an die benötigten Informationen. Im Internet steht einem das gesamte Werk des menschlichen Wissens zur Verfügung und kann auch mit Freunden geteilt werden», so die Forscher abschliessend.

(knob/pte)

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