Jürg Leuthold tritt aus der SVP aus
publiziert: Donnerstag, 14. Feb 2008 / 22:48 Uhr / aktualisiert: Freitag, 15. Feb 2008 / 00:03 Uhr

Zürich - Jürg Leuthold tritt per sofort aus der SVP aus. Der Zürcher Politiker sieht sich mit IV-Betrugsvorwürfen konfrontiert, die am Mittwoch bereits zu seinem Rücktritt als Zürcher Kantonsrat geführt haben.

Wegen eines Rückenleidens war Leuthold 1998 zu 100 Prozent invalid geschrieben worden.
Wegen eines Rückenleidens war Leuthold 1998 zu 100 Prozent invalid geschrieben worden.
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Der 49-jährige Leuthold gab seinen Parteiaustritt in einer persönlichen Medienmitteilung bekannt.

«Was ich in den letzten Jahren und Monaten erlebt habe und in jüngster Zeit wiederum bestätigt bekam, bringt nun das Fass definitiv zum Überlaufen.»

Kränkende wie beleidigende Äusserungen zu Andersdenkenden, Kranken und invaliden Menschen «will und kann ich nicht mehr weiter anhören». Hinterlistigkeiten und Unehrlichkeiten innerhalb der SVP «runden das ganze ab», schreibt Leuthold weiter.

Er schloss die kurze Medienmitteilung mit einem Dank an die Adresse der SVP-Sektion Aeugst am Albis, die seine Tätigkeiten in der Vergangenheit unterstützt habe.

Gerechtfertigte Rente?

Wegen eines Rückenleidens war Leuthold 1998 zu 100 Prozent invalid geschrieben worden. Fünf Jahre später beantragte er von sich aus eine Halbierung der Rente, da es ihm besser gehe.

Im November 2007 kam das Zürcher Sozialversicherungsgericht zum Schluss, dass der heute als selbständiger Berater im Gesundheitswesen tätige Leuthold über mehrere Jahre widerrechtlich eine IV-Rente bezogen habe. Klage eingereicht hatte die Versicherung seines ehemaligen Arbeitgebers.

Leuthold hat dieses Urteil beim Bundesgericht angefochten. Er sei nach nach wie vor überzeugt, dass der frühere Bezug einer Rente durch sein Rückenleiden «klar gerechtfertigt» gewesen sei, hielt er fest.

(bert/sda)

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