Jugendliche «Kriminelle» im Internet
publiziert: Freitag, 27. Jan 2006 / 22:08 Uhr / aktualisiert: Sonntag, 29. Jan 2006 / 17:50 Uhr

Freiburg - Zu grosses Vertrauen und Naivität können Jugendliche im Zusammenhang mit Internetkriminalität in arge Schwierigkeiten bringen.

Es gehe darum, zu erklären und Bewusstsein für den Ernst der Lage zu schaffen.
Es gehe darum, zu erklären und Bewusstsein für den Ernst der Lage zu schaffen.
3 Meldungen im Zusammenhang
Der Freiburger Jugendrichter Michel Lachat hat die Alarmglocke geläutet. Lachat informierte über zwei Fälle aus seiner Praxis. «Sie haben mich nicht erstaunt, denn ich muss solche Fälle in irgendeiner Form immer wieder behandeln, aber sie haben mich beschäftigt», sagte Lachat vor der Presse.

Im ersten Fall ging es um ein gut 14-jähriges Mädchen, das via Internet mit einem 18-jährigen Jugendlichen in Kontakt stand. Aus Verliebtheit habe das Mädchen halbnackt für den jungen Mann posiert, der die Bilder prompt seinen Kollegen und weiteren Personen zugänglich machte. Resultat: eine Strafanzeige der Eltern.

Im zweiten Fall schlossen zwei 15-jährige im Internet Bekanntschaft. Das Mädchen fotografierte sich selbst und schickte die Bilder ihrem Freund. Dieser leitete seine «Trophäen» gleich an Dritte weiter. Da die Bilder in diesem Fall unter den Titel Pornografie fielen, wurde die Angelegeneheit von Amtes wegen verfolgt.

Bewusstsein schaffen

Nicht die Bestrafung sei wichtig, betonte der Richter. Vielmehr gehe es darum, zu erklären und Bewusstsein für den Ernst der Lage zu schaffen. Die Aufmerksamkeit der Eltern müsse auf dieses Thema gelenkt werden und sie müssten auf ihre Aufsichtspflichten hingewiesen werden.

Und dann gelte es auch, die Schwächsten zu schützen. Denn einige dieser Mädchen erschienen ihm reichlich naiv, sagte der Jugendrichter.

Information und Prävention ist auch im Sinne der Polizei, die sich der nationalen Kampagne «Stop der Kinderpornografie im Internet» angeschlossen. In deren Rahmen wird grossflächig eine Serie von Broschüren verteilt.

Ein Auge wirft die Polizei auch auf Internetblogs, die bei den Jugendlichen auf reges Interesse stossen. Allzu oft seien sich die Benutzer nicht bewusst, dass die Informationen dort frei zugänglich seien, erklärte Internetermittler Laurent Egger.

(bert/sda)

Lesen Sie hier mehr zum Thema
Bern - Jugendliche sollen private Daten und Fotos nicht bedenkenlos in den ... mehr lesen
Die Schweizerische Kriminalprävention (SKP) hat am Dienstag eine Checkliste veröffentlicht, um die jungen Internetnutzer zu sensibilisieren.
«Gwalt isch feig!» heisst es auf dem Display des aufgeklappten Mobiltelefons.
Zürich - Sie verprügeln irgendwelche ... mehr lesen
Washington - Verdeckte Ermittler ... mehr lesen
US-Justizminister Alberto Gonzales.
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 21
Die Zahl der Einbrüche ist in der Schweiz seit Jahren rückläufig. So viel zu den guten Nachrichten. Damit das auch so bleibt, ist es wichtig, grundsätzlich auf gutes Material an den Schwachstellen (Türen, Fenster, Tore) zu setzen und zusätzliche Sicherungen zu installieren.
Die Zahl der Einbrüche ist in der Schweiz ...
Publinews Smarter Einbruchschutz  Nahezu alle Diebstahlkategorien weisen eine rückläufige Tendenz auf. 2017 wurden in der Schweiz 4,9 Einbrüche pro 1000 Einwohnerinnen und Einwohner gezählt. Das entspricht 113 Einbruch- und Einschleichdiebstählen pro Tag. 2012 lag diese Zahl bei 202. mehr lesen  
Opfer weiterhin vermisst  Rafz ZH - Die Kantonspolizei Zürich hat am Dienstagvormittag in Rafz ZH zwei Personen verhaftet: Sie ... mehr lesen  
Der 67-Jährige Gino Bornhauser wird seit dem 22. April vermisst.
In Indien hat es 18,3 Millionen Sklaven.
Deutlich höhere Zahl  Sydney/London - Mindestens 45,8 Millionen Menschen leben zurzeit weltweit in modernen Formen der Sklaverei. Die Zahl liegt deutlich höher als die 2014 gezählten 35,8 Millionen. mehr lesen  
Flüchtiger Mörder  Aarau - Der flüchtige Mörder, der aus der Psychiatrischen Klinik Königsfelden in Windisch AG ausgebrochen ist, hätte in einer Einrichtung mit höherer Sicherheitsstufe ... mehr lesen
Der 22-jährige befindet sich seit Samstag auf der Flucht. (Symbolbild)
Titel Forum Teaser
  • paparazzaphotography aus Muttenz 1
    Foto Sanatorio Liebes news.ch Team, es ist für mich eine Ehre dass sie mein Foto des ... Di, 03.01.17 22:12
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Motor hinten oder vorne war dem Tram in Basel völlig egal! Ob ein Auto über- oder untersteuert, ist nicht von der Lage des Motors ... Mi, 01.06.16 10:54
  • Mashiach aus Basel 57
    Wo bleibt das gute Beispiel? Anstatt sichere, ÜBERSTEUERNDE Heckmotorwagen zu fahren, fahren sie ... Mo, 30.05.16 11:56
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Zugang "Das sunnitische Saudi-Arabien, das auch im Jemen-Konflikt verstrickt ... So, 29.05.16 22:06
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Pink Phanter-Bande? Am 25. 7. 2013 hat eine Befreiung von Pink Panther-Mitglied Milan ... So, 29.05.16 15:38
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    ja, weshalb sollte man solches tun? Ist doch krank, Gott zu beschimpfen! Das hat etwas, ... So, 29.05.16 12:12
  • Gargamel aus Galmiz 10
    Warum sollte man überhaupt den Glauben an Gott beschimpfen oder verspotteten? Wie krank ... So, 29.05.16 10:11
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Wir sind ja alle so anders als diese "Flüchtlinge". Warum sind auch nicht alle so edel, wie ... Sa, 28.05.16 20:25
Unglücksfälle Zorn über Tötung von Gorilla in US-Zoo Cincinnati - Die Tötung eines Gorillas im Zoo der ...
 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Do Fr
Zürich 14°C 29°C Wolkenfelder, kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig gewitterhaft gewitterhaft
Basel 16°C 29°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig gewitterhaft vereinzelte Gewitter
St. Gallen 17°C 27°C Wolkenfelder, kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig gewitterhaft gewitterhaft
Bern 15°C 27°C vereinzelte Gewitterleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig gewitterhaft gewitterhaft
Luzern 14°C 28°C Wolkenfelder, kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig gewitterhaft gewitterhaft
Genf 17°C 28°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig gewitterhaft gewitterhaft
Lugano 19°C 27°C gewitterhaftleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig gewitterhaft gewitterhaft
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten