Jugendliche leben gefährlich: Hohe Kosten für Versicherer
publiziert: Montag, 11. Mai 2009 / 16:08 Uhr / aktualisiert: Montag, 11. Mai 2009 / 16:51 Uhr

Bern - Jugendliche erleiden immer häufiger gewaltbedingte Verletzungen. Das bestätigt eine neue Studie der Suva. Die Zahl aller Gewalt-Verletzungs-Fälle hat sich zwischen 1991 und 2006 fast verdoppelt. Diese Verletzungen kosten die Versicherungen besonders viel.

Zahlenmässig dominieren die Gewaltfälle bei den 15- bis 24-Jährigen.
Zahlenmässig dominieren die Gewaltfälle bei den 15- bis 24-Jährigen.
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Die Studie der Statistik der Unfallversicherung untersuchte die gemeldeten gewaltbedingten Verletzungen von Erwerbstätigen im Alter zwischen 15 und 64 Jahren im Zeitraum von 1991 bis 2006. Nicht erfasst wurden Kinder, Schüler, Studierende, Hausfrauen und Rentner. Ein besonderer Fokus galt der Jugend-Gewalt.

Insgesamt hat sich die Gesamtzahl der den Unfallversicherern gemeldeten Gewaltfälle zwischen 1991 und 2006 von jährlich rund 5000 auf 9300 Fälle nahezu verdoppelt. Zahlenmässig dominieren die Gewaltfälle bei den 15- bis 24-Jährigen.

Zunahme um rund zwei Drittel

Wurden 1991 noch 1,4 Personen pro 1000 Versicherte durch Gewalt verletzt, so waren es 2006 bereits 2,3 Personen. Dies entspricht einer Zunahme um zwei Drittel. Bei den jungen Männern hat sich das Risiko, durch Gewalt verletzt zu werden, im Untersuchungszeitraum gar verdreifacht.

Am häufigsten verletzten sich junge Männer an Wochenenden im Ausgang - im Freien oder in Lokalen. Frauen wurden am häufigsten in privater Umgebung gewaltbedingt verletzt.

Gewalt durch Beziehungskonflikte

In der Altersgruppe 35 bis 44 Jahre gingen knapp ein Viertel der Todesfälle von Frauen in der Nichtberufsunfallversicherung auf Gewalt zurück. Die Studie vermutet, dass Beziehungskonflikte der Auslöser der meisten Gewalttaten waren.

Die Folgen von Gewaltunfällen kosteten die Unfallversicherer im Jahr 2006 rund 65 Millionen Franken für Arzt- und Spitalkosten, Taggelder und Invalidenrenten. Dies sind 2,5 Prozent der jährlichen Gesamtkosten der Freizeitunfälle.

(tri/sda)

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