Jugolavien will wieder in IWF und Weltbank
publiziert: Freitag, 8. Dez 2000 / 12:40 Uhr

Bern - Jugoslawien will der Stimmrechtsgruppe «Helvetistan» bei den wichtigsten internationalen Finanzinstitutionen beitreten. Die Belgrader Regierung messe der Wiederaufnahme beim internationalen Währungsfonds (IWF), der Weltbank sowie der Europäischen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (EBRD) hohe Priorität zu, teilte das EFD am Freitag mit.

Bei ihrer Kabinettssitzung vom letzten Dienstag habe die Regierung der Bundesrepublik Jugoslawien beschlossen, den schweizerischen Stimmrechtsgruppen bei den wichtigsten internationalen Finanzinstitutionen beizutreten, teilte das Eidgenössische Finanzdepartement (EFD) mit. Damit würden die Interessen Jugoslawiens in den Entscheidungsgremien der beiden Bretton-Woods-Institutionen und der EBRD künftig vom schweizerischen Exekutivdirektor vertreten. Noch vor Ende Jahr sei der Beitritt zum IWF und zur EBRD geplant. Der Anschluss an die Weltbank werde noch etwas mehr Zeit beanspruchen, da zuerst ein Tilgungsplan zur Begleichung der bestehenden Auslandschulden der früheren Sozialistischen Bundesrepublik Jugoslawien erarbeitet werden müsse. Die Schweiz werde Jugoslawien technische und finanzielle Unterstützung zukommen lassen, um die für den Wiederbeitritt notwendigen Fragen zu klären. Die Einladung an Jugoslawien für die Schweizer Stimmrechtsgruppe hatte Bundespräsident Adolf Ogi am 14. Oktober in Genf gegenüber dem jugoslawischen Präsidenten Kostunica ausgesprochen. Ende Oktober hatte eine Schweizer Delegation in Belgrad erste Gespräche geführt. Die Schweiz unterstützt laut EFD mit verschiedenen Projekten die Demokratisierung Jugoslawiens und dessen Wiedereingliederung in die Weltwirtschaft. Voraussichtlich wird die Schweiz auch einen Überbrückungskredit zur Begleichung der beim IWF ausstehenden Schulden bereitstellen und allenfalls auch den Beitritt zur Weltbank und der EBRD finanziell unterstützen. Der Beitritt Jugoslawiens stärke die von der Schweiz angeführte Stimmrechtsgruppe, schreibt das EFD weiter. Der Balkanstaat wird nach der Schweiz und Polen über das drittgrösste Stimmgewicht in der Ländergruppe «Helvetistan» verfügen. Die anderen Mitglieder sind Aserbaidschan, Kirgistan, Tadschikistan, Turkmenistan und Usbekistan. Alle Länder wurden laut EFD vorgängig konsultiert und sind mit der Erweiterung «Helvetistans» einverstanden.

(sda)

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