Olympia-News: Eishockey
Julien Vauclair schaffte es via AHL nach Salt Lake City
publiziert: Dienstag, 5. Feb 2002 / 20:17 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 5. Feb 2002 / 20:36 Uhr

Logan - Letzten Herbst wechselte Julien Vauclair (22) von Lugano für drei Jahre nach Nordamerika in die NHL-Organisation der Ottawa Senators. Obwohl der Verteidiger bislang nur im Farmteam zum Einsatz kam, wurde er von Ralph Krueger für Salt Lake City nominiert.

Julien Vauclair spielt bei Olympia in der Eishockey-Nati.
Julien Vauclair spielt bei Olympia in der Eishockey-Nati.
«Ich bangte um meine Olympia-Teilnahme», blickte Julien Vauclair auf die letzten Monate zurück. In Salt Lake City dabei zu sein, war für den Jurassier stets ein grosses persönliches Ziel. Im Sommer, als er bei den Ottawa Senators den Dreijahre-Vertrag unterschrieb, liess er seine Olympia-Freigabe vertraglich absichern. «Trotzdem musste ich damit rechnen, kein Aufgebot zu erhalten. Krueger hat Ende letzter Saison deutlich gesagt, dass er womöglich keine Spieler aus der American Hockey League aufbieten wird. Das war das Risiko des Transfers. Nun ist alles optimal gelaufen. Ich habe jedoch hart gearbeitet dafür.»

Vauclairs Saison verlief bis dahin gut. Die Luftveränderung hat ihm gut getan. Im Herbst hielt er sich unerwartet lange im Trainingscamp der Senators. Erst eine Woche vor dem Saisonstart erfolgte die Rückversetzung ins Farmteam Grand Rapids. Vauclair: «Ich durfte tatsächlich lange hoffen, die Saison in der NHL beginnen zu können. Es gefällt mir nun aber auch in der AHL gut. Grand Rapids ist das erfolgreichste Team der ganzen Liga. Ich mache Fortschritte und kann mich weiter entwickeln. Aus Ottawa kriege ich viel Resonanz, schliesslich sind die Scouts bei jedem Spiel dabei.»

Ein Offensivverteidiger ist Julien Vauclair zweifellos nicht. In der Nationalliga A produzierte er in 269 Spielen bloss sieben Tore und 21 Assists. Diese Saison waren es in der AHL in den ersten 46 Partien immerhin 14 Punkte (4/10). Vauclair zählt beim AHL-Leader zu den besten vier Verteidigern, kriegt deshalb rund 25 Minuten Eiszeit pro Spiel und wird im Powerplay und im Boxplay eingesetzt.

Das Ziel, die National Hockey League, befindet sich indes noch in weiter Ferne. «Bei Ottawa figurieren neun Verteidiger im Team, wobei jeweils nur sechs spielen können. Höchstens bei grossem Verletzungspech werde ich in dieser Saison eine Chance bekommen. Aber ich hätte kein Problem damit, auch die nächste Saison in der AHL zu bestreiten, so lange ich Fortschritte sehe und der NHL näher komme. Aber sicherlich werde ich keine zehn Jahre lang in der American League bleiben.» Vauclair konnte Michel Riesen begreifen, als dieser im Herbst nach drei Jahren in die Schweiz zum HC Davos zurückkehrte. «Ich hätte in seiner Lage auch so entschieden.»

Michel Riesen, Reto von Arx und Thomas Ziegler verliessen im Oktober Nordamerika ebenfalls, um ihre Olympiachance zu vergrössern. Vom Heimweh-Trio ist nun aber bloss RvA in Salt Lake City dabei. Und im Fall von Vauclair versucht es Ralph Krueger nochmals mit einem AHL-Akteur. Krueger: «Julien wird die Umstellung schaffen. Er ist routinierter als Mark Streit vor zwei Jahren, der nach einer Saison eine Klasse schlechter aus Nordamerika zurückkam. Ausserdem war Julien Vauclair in den letzten zwei Saisons ein sicherer Wert in unserer Abwehr.»

Tatsächlich ist Vauclair ein Vorzeige-Internationaler. Das war schon in der U20 so, wo er an der WM '98 neben David Aebischer einer der Helden beim Bronzemedaillengewinn von Helsinki war. Der Umstieg in die A-Nationalmannschaft verlief dann aber weniger reibungslos als bei anderen: Vor der WM 1998 schied er früh aus dem Kader aus, an der WM 1999, wo sich die Schweiz für Olympia qualifizierte, war Vauclair zwar dabei, wurde aber nicht gemeldet. Seit zwei Jahren zählt der 22-Jährige aber zum Stamm von Krueger. Und Vauclair ist im Schweizer Dress deutlich produktiver als in der Meisterschaft (5 Tore in 56 Länderspielen).

Als Vauclair letzte Woche erstmals wieder die Kollegen aus der Schweiz traf, war das schon ein «besonderes Erlebnis». Daneben stellte er aber nichts Neues fest: «Ich habe nicht gemerkt, dass ich bei zwei Zusammenzügen fehlte. Alles ist noch gleich und läuft nach dem selben System wie in den letzten Saisons. Nur ein paar neue Gesichter sind hinzugekommen.» Und wie lauten die Ziele für Olympia? «Natürlich wollen wir die Finalrunde erreichen. Persönlich will ich vor allem gut spielen und keine Fehler machen.»

(kil/sda)

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