Rekunstruktion der Unfallursache
Jumbolino-Blackboxes werden in Paris ausgewertet
publiziert: Dienstag, 27. Nov 2001 / 12:28 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 27. Nov 2001 / 16:04 Uhr

Zürich - Die beiden Blackboxes der abgestürzten Crossair-Maschine können ausgewertet werden. Wann die ersten Resultate bekannt gegeben werden können, ist noch unklar, wie der Chef des Büros für Flugunfalluntersuchungen (BFU) sagt.

Das traurige Ende von HB-IXM im Wald bei Bassersdorf.
Das traurige Ende von HB-IXM im Wald bei Bassersdorf.
Mit der Auswertung der Black Boxes sollen die Ereignisse vor dem Absturz zu rekonstruiert werden. Sie sind zur Auswertung nach Paris geschickt worden, weil das französische Untersuchungsbüro über ein Speziallabor zum Entziffern der Bänder verfügt - laut dem BFU-Chef eine besonders heikle Arbeit. Die Spezialisten in Paris arbeiten eng zusammen mit der British Aerospace, wo der abgestürzte Jumbolino Typ RJ100 hergestellt wurde.

Am Absturzort gehen inzwischen die Arbeiten planmässig voran, wie die Kantonspolizei mitteilt. Der Abtransport der Trümmerteile aus dem Waldstück bei Bassersdorf ist wahrscheinlich bis morgen Abend beendet. Die Teile werden in einem Armeelager zwischen Winterthur und Zürich gelagert.

Spekulationen in den Medien, wonach Piloten anderer landender Flugzeuge den Tower kurz vor dem Jumbolino-Absturz auf schlechte Sichtverhältnisse bei Piste 28 aufmerksam gemacht hätten, wollte Overney nicht kommentieren. Und den Vorwurf, der Maschine sei das Benzin ausgegangen, dementierte die Crossair entschieden.

Fünf der neun Überlebenden sind nach Angaben der Kantonspolizei noch im Spital. Zu ihrem Zustand wollte der Sprecher keine Angaben machen. Gestern war der Zustand von zwei Patienten als nach wie vor kritisch angegeben worden.

(bb/sda)

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