Jungsozialisten wollen Managerlöhne begrenzen
publiziert: Montag, 23. Feb 2009 / 22:58 Uhr

Bern - Die Schweizer Jungsozialisten (JUSO) wollen eine Volksinitiative zur Begrenzung der Managerlöhne lancieren. Sie fordern, dass der höchste Lohn in einem Unternehmen nicht mehr als 12-mal höher als das tiefste Salär sein darf.

JUSO-Präsident und SP-Vizepräsident Cédric Wermuth.
JUSO-Präsident und SP-Vizepräsident Cédric Wermuth.
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Der Faktor 12 sei mit Bedacht gewählt worden, sagte JUSO-Präsident und SP-Vizepräsident Cédric Wermuth gegenüber der Sendung «10 vor 10» des Schweizer Fernsehens. Es dürfe nicht sein, dass jemand im Unternehmen in einem Monat mehr verdiene als andere während des ganzen Jahres.

Der Unternehmer Thomas Minder, Kopf hinter der Abzocker-Initiative, stufte das Volksbegehren der JUSO gegenüber «10 vor 10» als «Selbstläufer» ein. Der Zeitpunkt für die Lancierung könne nicht besser gewählt sein.

Allerdings ziele die JUSO-Initiative in die falsche Richtung. Lohnbegrenzungen sind nach Ansicht Minders ein zu starker Eingriff in das kapitalistische Marktsystem.

Auch Thomas Pletscher, Geschäftsleitungsmitglied von economiesuisse, fand keine guten Worte. Man dürfe nicht durch Lohnbegrenzungen riskieren, dass hoch qualifizierte Arbeitsplätze aus der Schweiz ausgelagert würden.

(smw/sda)

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Neue Manager
Wir benötigen ja so wie so eine neue Manager Klasse! Es hat sich doch jetzt deutlich gezeigt, dass es Manager braucht, die ihren Wert nicht unbedingt in der Höhe ihrer Einkommen bemessen, sondern vor allem an der Befriedigung, die sie an ihrer Arbeit und im Gesamterfolg des Unternehmens finden.
Wenn wir etwas ändern wollen am Wirtschaftssystem, das ja im Moment eine heftige Grippe hat, dann müssten die Therapien auch und gerade an den Managern ansetzen.
Im Club gestern Abend trat das deutlich hervor. Rohner und Roth von den Banken haben nichts, aber nichts von der politischen Wetterlage begriffen oder sie wollen es absicht nicht verstehen! Die geben tatsächlich noch immer vor, sie könnten der übrigen Welt klar machen, was richtig und was falsch ist.
Managerlöhne
Finde ich gut, dass die Jungen Dampf machen. Darf daran erinnern, Hr. Vasella und Hr. Berlusconi haben es nicht für nötig gehalten, ihren Telekomanbieter Tiscali aufrecht zu erhalten.
Also lag ich mit meinen Gedanken gar nicht ...
... so weit daneben! Das freut mich aber jetzt sehr ... Danke Magnus für Ihre Informationen!

Nun, dass Herr Doktor Vasella vielleicht sogar lesen kann, das nehme ich doch an. Er wird es sich also, wie Sie sagen Magnus, wohl doch noch überlegen, ob er im Ausland die gleichen Erfahrungen machen möchte, wie seine anderen Managerkollegen.
Diese wird er bei seinem Ausreisen eventuell am Wiedereinreisen im aneinander Vorbeigehen antreffen ... grins und gute Nacht, liebe hier auch Mitleser und -schreiber!
Ein kleiner Nachtrag für thomy
Die Schweizer Börse SWX ging ja mit viel Enthusiasmus nach London!
Jetzt kommt sie ernüchtert wieder zurück nach Zürich. Es ging nur ein paar Jahre, bis sich die Erkenntnis durchsetzte, dass Bürli immer schmecken und Gurkensandwiches einem schnell verleiden können!
Manchmal rentiert sich das
Für Firmen, die viele einfache Arbeitskräfte brauchen, rentiert sich eine Produktion im Billigland schon. Nokia ging von Deutschland nach Rumänien, der Firmensitz aber blieb in Finnland und damit damit auch die Steuern.
Wir haben aber in der Schweiz kaum Firmen, die so strukturiert sind wie Nokia oder auch die Autohersteller. Unsere Firmen können nicht so leicht abwandern. Ausserdem haben die es schön hier. In keinem anderen Land könnte die UBS oder die CS oder auch Novartis und Nestle so einfach Lobby betreiben!
Viele Deutsche Firmen kommen wieder aus dem Osten Europas zurück, weil sie entweder mit der Infrastruktur, oder den Regierungen (Bestechung?) oder auch nur einfach mit der Mentalität dieser Menschen nicht klar kamen.
Ausserdem ist das ein ziemlich kurzsichtiges Denken, denn die Löhne werden sich auch in Osteuropa früher oder später denen im Westen angleichen, Das ist ja ein Hauptziel der EU, weil nur dies diese Hin- und her Wanderungen von Firmen und Arbeitskräften mit der Zeit unterbinden kann.
Es sind zwar immer wieder Drohungen von so Leuten wie Vasella zu hören, aber die würden sich einen solchen Schritt ins Ausland gut überlegen. Keiner ging bisher!
Auch England käme sicher nie in Frage, denn dort regieren halt immer wieder einmal die Sozialisten, was die tun, ist schwer abschätzbar. Politische Kontinuität, Berechenbarkeit und Sicherheit war für Firmen immer schon sehr sehr wichtig! Zumindest was den Hauptsitz betrifft..
Eigentlich fing ich hier an zu diskutieren, dass ...
... Vasella doch gehen solle - Bin immer noch der gleichen Meinung.

Dass unsere Schweizer Firmen - sicher nicht ganz alle - gesundheitsgefährliche Situationen schaffen und dann nichts dagegen unternehmen, zeigt doch, wie viele Arbeitende (sicher nicht diejenigen im Büro ... wenn sie sich auf einfache Art selbst schützen) ihren Körper im Verlaufe der Zeit kaputt machen und krank werden - physisch und psychisch ...!

Abhilfe würde hier wohl schaffen, wenn eben die Gier nach Umsatz und Gewinn realistischer wäre - Ich rede da aus eigener Erfahrung!

Dies müsste aber bereits schon in den Evaluation von zukünftigen Kaderleuten beginnen (tut es nicht, wie ich kürzlich vernahm) und müsste auch in den Weiterbildungen als ethische Grundlagen immer wieder ernsthaftes Thema sein - ist es auch nicht. Schon gar nicht in des Qualitäts-Zertifizierungen, die ich mitgemacht habe und kenne -

Fazit: Der Mensch als wichtigstes instrument zur Erreichung von Unternehmenszielen ist überhaupt nicht das wichtigste Thema in allzu vielen Unternehmungen und wenn, dann nur per Alibiübung. In der Praxis merkt man kaum etwas davon!

Hören Sie die (ehrlichen und offenen) Antworten, wenn Sie denn welche bekommen! Viele Angestellte haben schlicht Angst Klartext zu reden - und dies in der humanen Schweiz!
es ist nun mal 'leider' so, dass die Lohnkosten
die Produktion in der Schweiz - laut Konzernleitung - verteuern und dementsprechend einen noch höheren Gewinn verhindern.

Abhilfe wird durch Personalabbau geschaffen - die Folge sind psychische Erkrankung durch erhöhte Belastung ...
Diejenigen, die diesem zunehmenden Druck zwar standhalten können, werden dann früher oder später körperliche Folgen (v.a. Rückenprobleme) davon tragen.

Wohl gibt es im mittleren Kader vermehrt 'menschliche' Vorgesetzte, aber auch die sind dem Druck der Spitze ausgesetzt - und werden dann auch wieder zu 'hardlinern', weil sie sich nach oben rechtfertigen müssen ...

Abgesehen von alledem war 1996 - bei der Fusion von Ciba und Sandoz - London als Ort für den Hauptsitz von Novartis im Gespräch ...
Sie glauben doch nicht, dass dies eine ...
... gangbare Perspektive für Leute wie Vasella und Co. wäre -

Auch seine MitarbeiterInnen wären kaum zu einem solchen Standortwechsel bereit - schon gar nicht für lange Zeit! UND: Bis die Qualität der Grossproduktionsanlagen, der Arbeiter, wie hier in der Schweiz, soweit wären, wäre das "Heimweh" ... dieser Heinis längst grösser als jede Auslandvision - da hülfe wohl auch die Gewissheit nicht, dass man/frau ja alle paar Wochen in die Schweiz zurück fliegen könnte oder geschäftlich sogar müsste ...

Nein, nein, gehen SIE, Querschleeger, mal in so eine Situation hinein. Sie sind ja in der Nähe oder einer von denen! Dann wüssten Sie, von was ich rede -

Nämlich von Menschen! Von Menschen, welche diese dann plötzlich wieder sein werden, wenn sie îhre Granitköpfe so stark angeschlagen haben, dass es auch dem Härtesten klar ist, was eigentlich ihre Mit-ArbeiterInnen jahrzehntelang AUCH noch nötig gehabt hätten - neben Geld, den sehr guten Salären !!

Zum Glück haben heute viele "ManagerInnen" und ManagerInnen erkannt, dass NUR Geldgewinn nicht der Weisheit letzter Schluss sein kann ... Besonders im so genannten "harten" Business!

Was es braucht, ist auch eine neue, grosse Portion an emotionaler Stärke und vielleicht noch dazu eine sehr breite Emotionale-Intelligenz ... aber nicht nur für die eigene Gage ... Es braucht auch sensible seelische Stärken, Robustheit und Einfühlungsvermögen!

Das Emotionale, das gibt es in diesen Ländern, die sie aufzählen, natürlicherweise. ...

Das Andere, das kann nicht von der Schweiz mitgenommen werden.... Das muss zuerst, eben, auf das darauf gearbeitet werden, was schon da ist!

Typisch auch, dass Sie die Löhne erwähnen, die dort tiefer seien -

Wieder dieses miese Denken der ausbeuterischen Schweizer!

Schade, das ist es eben gerade nicht, was die Schweiz noch während und dann nach der Krise leisten kann ... !

Wir bräuchten jetzt eigentlich MENSCHEN an der Spitze der Firmen.

Alle andern sollten zuerst nochmals dort anfangen müssen, wo sie "entgleist" oder stecken geblieben sind ..., vor dem heutigen Management- Jöbli !
mit der Aussage
"natürlich Richtung Osten" meine ich konkret: Bulgarien, Estland, Lettland, Litauen, Polen, Rumänien, Slowakei, Slowenien, Tschechien und Ungarn ...

Ob die dort bereit sind, mehr zu arbeiten, ist eine andere Geschichte.
Tatsache bleibt, dass die Löhne dort im Vergleich zur Schweiz teilweise sehr viel tiefer sind, was der Firma in der Schlussabrechnung noch mehr Gewinn bringt - und das ist aus der Sicht des Managements die einzige Relevanz ...
Nur leider enthält mein Beitrag einen schönen Fehler
Es sollte heissen, wo gibt es Länder, die den Firmen mehr Freiheiten bieten, als die Schweiz!
Also, wohin wollen Vasella und Co auswandern? Wo fänden sie bessere Bedingungen und ausgebildetes Personal als hier? Vor allem aber, und das ist nun mal eine Tatsache, wo findet man Menschen, die so bereit sind, Leistung zu erbringen und auch mal ein paar Stunden länger zu arbeiten, als das hier der Fall ist? Vielleicht in Japan noch, aber dort gibt es bereits schon zu viele Menschen und zu wenig Arbeit, als dass man dahin noch auswandern möchte.
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