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Jurassiche Regierung gegen Grosskanton
publiziert: Montag, 14. Jun 2010 / 17:00 Uhr / aktualisiert: Montag, 14. Jun 2010 / 17:25 Uhr

Delsberg - Die jurassische Regierung möchte keinen Grosskanton im Jura-Bogen zusammen mit Neuenburg und dem Berner Jura. Laut ihrem Bericht über die Einheit des Jura setzt sie vielmehr weiterhin auf eine Lösung der Jura-Frage mittels Plebiszit.

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Eine Abstimmung in Jura und Berner Jura über eine neue kantonale Einheit sei nötig.
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Die Idee eines «Superkantons» im Jura-Bogen war in der jurassischen Öffentlichkeit vor kurzem wieder ins Gespräch gebracht worden, nachdem sie Anfang der 1990er-Jahre bereits einmal Thema gewesen war. Die Befürworter argumentierten jedoch eher raumplanerisch denn politisch, hält die jurassische Regierung in ihrem Bericht fest.

Ob die Integration in ein grösseres Gebilde tatsächlich vorteilhaft wäre, sei unsicher. Zudem solle die Souveränität nicht aufgegeben werden, wenn wegen der kleineren Kantonszahl auch die Stellung der Westschweiz geschwächt würde. «Priorität hat klar die nicht gelöste Jura-Frage», sagte vor den Medien Regierungsrat Philippe Receveur.

Im Bericht bekräftigt die Regierung denn auch, aus ihrer Sicht sei ein Urnengang in Jura und Berner Jura über eine neue kantonale Einheit nötig. Mit der Berner Regierung will sie darüber verhandeln. Der Bernjurassische Rat befasst sich im Mai 2011 damit. Ihre Forderung erhoben hatte die Regierung schon im letztjährigen Bericht.

(fest/sda)

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