Eingestürzte Fabrikhallen
Justiz ermittelt nach Erdbeben in Italien
publiziert: Mittwoch, 30. Mai 2012 / 21:03 Uhr
Das Fernsehen zeigte Trümmerhaufen von Fabriken, die wie Kartenhäuser zusammengefallen waren.
Das Fernsehen zeigte Trümmerhaufen von Fabriken, die wie Kartenhäuser zusammengefallen waren.

Rom - Nach den schweren Zerstörungen durch die Beben in der norditalienischen Region Emilia-Romagna haben die Behörden Konsequenzen angekündigt. Die Staatsanwaltschaft von Modena nahm Ermittlungen auf, warum bei den Beben am Dienstag und am 20. Mai so viele Werkshallen einstürzten.

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«Die nationale Industriepolitik ist, was die Bauten angeht, selbstmörderisch», sagte der leitende Staatsanwalt von Modena, Vito Zincani. Präsident Giorgio Napoletano übte Kritik an den Politikern: «Die Politik zur Vorbeugung von Erdbebenschäden war in hohem Masse unzureichend.»

Ingenieure hatten die Gebäude gerade wieder freigegeben, wie Rai News berichtete. Das Fernsehen zeigte Trümmerhaufen von Fabriken, die wie Kartenhäuser zusammengefallen waren.

Auch Geologen kritisierten mangelnde Vorsorge. Fast drei Millionen Menschen leben in Gebieten mit einem «hohen Erdbebenrisiko», während 21 Millionen Bürger in Gebieten mit einem «erhöhten Risiko» wohnen. In Italien gebe es aber kaum Prävention. 725 Gemeinden seien von Erdbeben sehr bedroht, eine erhöhte Gefahr bestehe in 2344 Gemeinden.

(bert/sda)

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