Juve, Fiorentina und Lazio müssen in die Serie B
publiziert: Freitag, 14. Jul 2006 / 21:30 Uhr / aktualisiert: Freitag, 14. Jul 2006 / 22:32 Uhr

Rekordmeister Juventus Turin, Lazio Rom und die Fiorentina wurden wegen der Verwicklung in den Manipulationsskandal im italienischen Fussball zum Zwangsabstieg in die Serie B verurteilt.

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Juventus wurden zudem die Meistertitel 2005 und 2006 aberkannt. Und die Serie-B-Saison wird die Juve mit 30 Minuspunkten in Angriff nehmen.

Die ebenfalls massgeblich in die Affäre verstrickte AC Milan bleibt hingegen von einem Zwangsabstieg verschont. Dem Klub des ehemaligen Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi werden für die vergangene Saison allerdings rückwirkend 44 Punkte abgezogen.

Damit darf Milan in der kommenden Saison nicht in der Champions League starten. In der bevorstehenden Serie-A-Saison startet Milan zudem mit 15 Minuspunkten. Lazio und die Fioretina müssen mit Punktabzügen von 7 beziehungsweise 12 Punkten die Serie-B-Saison beginnen. Milan wird immerhin nachträglich der Meistertitel 2005 (damals Zweiter hinter Juve) zugesprochen, Meister 2006 ist der jetzige Cupsieger Inter Mailand (3. Saison 2005/06).

Mildere Strafen als vom Staatsanwalt gefordert

Diese Urteile wurden vom Sportgericht des italienischen Fussball-Verbandes bekannt gegeben. Die von Sportrichter Cesare Ruperto ausgesprochenen Urteile wegen Manipulationen von Meisterschaftsspielen fielen damit milder aus als von Staatsanwalt Stefano Palazzi gefordert.

Palazzi hatte unter anderem für Juventus einen Zwangsabstieg in die Serie C und die Aberkennung der letzten beiden Meistertitel sowie für die AC Milan den Gang in die Serie B vorgesehen. Berufsverbote im Bereich des Fussballs für die nächsten fünf Jahre wurden zudem für den ehemaligen Juventus-Manager Luciano Moggi sowie den früheren Geschäftsführer Antonio Giraudo ausgesprochen.

Fünf Schiedsrichter freigesprochen

Von den acht Schiedsrichtern, gegen die im Zuge der Affäre Ermittlungen liefen, wurden fünf freigesprochen. In der kommenden Woche haben die Klubs sowie die alle anderen verurteilten Personen noch die Möglichkeit zur Berufung.

Dieser Prozess sollte schnell abgewickelt werden, denn bis zum 25. Juli muss die UEFA die endgültige Liste aller Teilnehmer in den internationalen Wettbewerben vorliegen. Nach derzeitigem Stand würden damit Inter Mailand, die AS Roma, Chievo Verona und Palermo für Italien in der Champions League starten.

13 Weltmeister betroffen

13 von 23 Weltmeistern stehen bei den vier Skandalklubs unter Vertrag. Die Liste der betroffenen Profis liesst sich wie ein Who-is-Who des europäischen Spitzenfussballs: Die Franzosen Lilian Thuram, Patrick Vieira, David Trezeguet sowie unter anderem die Weltmeister Fabio Cannavaro, Gianluigi Buffon, Gianluca Zambrotta, Mauro Camgranesi und Luca Toni werden sich nun wohl neue Klubs suchen.

Juventus hat bereits Rekurs angekündigt. Wohl nur der alternde Mittelfeldstar Alessandro Del Piero wird Juve in die Niederungen des italienischen Fussballs begleiten. Die europäischen Spitzenklubs reiben sich die Hände. An Zambrotta und Cannavaro ist Real Madrid interessiert, Manchester United hat seine Fühler bereits nach Buffon und Camoranesi ausgestreckt.

(smw/Si)

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