KMU-Verwaltungsräte verdienen immer mehr
publiziert: Montag, 16. Jun 2008 / 10:06 Uhr / aktualisiert: Montag, 16. Jun 2008 / 13:18 Uhr

Zürich - Die Verwaltungsräte von mittleren und kleineren Unternehmen (KMU) verdienen immer mehr. Das Durchschnittshonorar ist innert drei Jahren von 19'100 auf 25'800 Franken gestiegen. Die Entschädigungen sind damit seit 2005 um 35 Prozent gestiegen.

Mit durchschnittlich 91'100 Franken zahlen Banken fast drei Mal so viel wie Industriebetriebe.
Mit durchschnittlich 91'100 Franken zahlen Banken fast drei Mal so viel wie Industriebetriebe.
Die höchsten Verwaltungshonorare zahlen die Banken: Mit durchschnittlich 91'100 Franken sind sie fast drei Mal höher als jene von Industrieunternehmen. Diese zahlen ihren Verwaltungsräten im Mittel 32'000 Franken, wie eine am Montag veröffentlichte Studie des Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsunternehmen BDO Visura ergab.

VR-Präsidenten kassieren am meisten

Für Handels- und Dienstleistungsunternehmen weist die Studie, die auf einer Befragung von knapp 1500 Firmen mit weniger als 1000 Angestellten beruht, durchschnittliche Entschädigungen von rund 24'000 Franken aus. Am Bescheidensten geben sich die Gewerbebetriebe, die den Verwaltungsräten 16'700 Franken zahlen.

Am meisten kassieren die Verwaltungsratspräsidenten sowie die Verwaltungsratsdelegierten. Mit rund 32'700 Franken fliesst etwa doppelt so viel in ihre Taschen wie in jene der gewöhnlichen Verwaltungsräte, die im Schnitt 16'172 Franken erhielten.

Auf dem Boden geblieben

Der Anstieg der Honorare ist allerdings nicht für alle Verwaltungsräte gleich ausgeprägt ausgefallen. Überdurchschnittlich mehr kriegen die Verwaltungsräte der Banken. Deren Entschädigung schoss von rund 35'000 Franken auf über 91'000 Franken in die Höhe.

Studienleiter Manfred Winz mutmasste am Montag vor den Medien, dass der starke Anstieg könnte mit den gestiegenen Anforderungen zusammenhängen, mit denen die Verwaltungsräte von Banken konfrontiert würden.

BDO-Geschäftsführer Rudolf Häfeli stellte indes fest, dass die KMU die Verwaltungsratshonorare ihrer Grösse entsprechend festlegten. Über die letzten zehn Jahre hinweg gesehen verzeichnen nur die Unternehmen mit über 300 Mio. Fr. Umsatz einen markanten Anstieg der Honorare.

Bei allen anderen betrug der durschnittliche Anstieg nicht mehr als 20 Prozent. Dass zwei Drittel der Verwaltungsratspräsidenten weniger als 30'000 Franken beziehen, sei ein Zeichen dafür, dass die mittelständischen Unternehmen «auf dem Boden geblieben» seien, sagte Winz.

Verwaltungsrat überaltert

Nachdem in den 90er-Jahren die Zahl der Mitglieder von den Unternehmen gesenkt wurde, stieg diese in den vergangenen drei Jahre wieder leicht an. Durchschnittlich sitzen nun 3,6 Personen in einem Verwaltungsrat, gegenüber 3,3 im 2005. Die Zahl der abgehaltenen Sitzungen sank dagegen deutlich von 5,2 auf 3,1.

Was den Unternehmen offenbar nicht gelingt, ist hingegen die Verjüngung ihrer Aufsichtsgremien. So ist der Anteil Der der über 60-Jährigen gestiegen, jener der 50- bis 60-Jährigen hingegen gesunken.

Leicht angestiegen ist der Anteil der Frauen im obersten Gremium der Unternehmen. Laut Studie stieg er von 11,1 auf 13 Prozent. BDO-Chef Häfeli sprach von einer «leichten Zunahme auf sehr, sehr tiefem Niveau».

(fest/sda)

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