KOSA-Nein: Debatte um Mehrwertsteuerprozent
publiziert: Sonntag, 24. Sep 2006 / 14:10 Uhr / aktualisiert: Sonntag, 24. Sep 2006 / 15:11 Uhr

Bern - Nach dem Nein zur KOSA-Initiative zeichnet sich eine Debatte um ein zusätzliches Mehrwertsteuerprozent für die AHV ab. Die Positionen stehen indes bereits fest: Die SP befürwortet eine solche Massnahme, die Bürgerlichen sind skeptisch.

Rudolf Rechsteiner wirft den Gegnern Falschbehauptungen vor.
Rudolf Rechsteiner wirft den Gegnern Falschbehauptungen vor.
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KOSA-Präsident Rudolf Rechsteiner (SP/BS) sieht die bürgerlichen Parteien nach dem voraussichtlichen Nein zur Initiative in der Pflicht. Sie müssten nun sagen, wie die AHV finanziert werden solle, sagte er gegenüber dem Schweizer Fernsehen (SF). Er sei gespannt, wie die bürgerlichen Parteien auf den Vorschlag von Nationalrat Gerold Bührer (FDP/SH) für ein zusätzliches Mehrwertsteuer-Prozent reagieren würden.

Unnötige Massnahme

Von einem Mehrwertsteuerprozent für die AHV will Nationalrat Hans Kaufmann (SVP/ZH) vom Gegnerkomitee dagegen nichts wissen. Er glaube nicht, dass eine solche Massnahme nach den 7 Milliarden aus dem Nationalbankgold für die AHV in nächster Zeit notwendig sein werde.

Kaufmann plädierte stattdessen dafür, die Kapitalerträge der AHV zu verbessern. In diesem Bereich sei weitaus mehr möglich als heute, sagte er.

Keine Chance gegen Übermacht

Dass die KOSA-Initiative scheiterte, sieht Rechsteiner vor allem darin begründet, dass die Gegner mit Falschbehauptungen agiert hätten. Die Gegner hätten sich mit dem Bundesrat, der Nationalbank, den bürgerlichen Parteien und den Kantonen zudem in der Übermacht befunden.

Trotz des Scheiterns habe die Initiative aber etwas gebracht. Der Kampf um die Finanzierung der AHV werde weitergehen und nun seien die Positionen offen gelegt worden.

(bert/sda)

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