Abrechnung mit Justiz und Medien
Kachelmann hilft «falsch beschuldigten Männern»
publiziert: Donnerstag, 16. Jun 2011 / 11:54 Uhr
Jörg Kachelmann beklagt die «Inkompetenz» der Medien.
Jörg Kachelmann beklagt die «Inkompetenz» der Medien.

Bern - In der aktuellen «Weltwoche» vom Donnerstag rechnet Jörg Kachelmann mit der deutschen Justiz ab. Gleichzeitig blickt er in die Zukunft: Eine noch zu gründende Stiftung soll falsch beschuldigten Männern, aber auch tatsächlichen Vergewaltigungsopfern, «anständige Gutachter und Anwälte» bezahlen.

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«Das soll mein Beitrag zur besseren Wahrheitsfindung vor Gerichten sein», sagte er im Interview. Denn «wirkliche Vergewaltiger» gehörten hinter Gitter. Desgleichen aber auch Frauen, «die zu Unrecht einen Mann beschuldigt haben». Solche würde heute nur «komplett lächerlich» bestraft - wenn überhaupt.

Der Wettermoderator, der Ende Mai nach mehr als 40 Verhandlungstagen vom Vorwurf der Vergewaltigung seiner Ex-Geliebten aus Mangel an Beweisen freigesprochen wurde, geht mit der baden-württembergischen Justiz und Polizei hart ins Gericht.

Er spreche nicht über alle deutsche Staatsanwälte, aber er schildere seinen ehrlichen Eindruck von Mannheim: «Die Leute, mit denen ich es dort zu tun hatte, stehen nicht auf dem Boden des Rechtsstaats.» Die vier zuständigen Mannheimer Staatsanwälte seien «eine Gefahr» für diesen. Sie hätten den verzweifelten Racheakt einer Frau zur Profilierung missbraucht, sagte Kachelmann.

Vorwurf der Rufmordkampagne

«Die Staatsanwaltschaft ging nach der Methode vor: Wenn wir es ihm schon nicht nachweisen können, starten wir eine Rufmordkampagne, um ihn so klein zu kriegen.» Ausserdem habe sie «eine massive Vorverurteilung aktiv und bewusst betrieben», die Unschuldsvermutung klar missachtet und absichtlich Desinformation betrieben.

Das Urteil hat Kachelmann als «Verurteilungsbegründung empfunden, bei der man am Anfang widerwillig den Zusatz 'Freispruch' hinzufügen musste». Ein Freispruch, der mit einer Verurteilung begründet worden sei.

Vom Angeklägten zum Kläger

Er schalte nun um «von Defensive auf Offensive». «Ich werde gegen alle vorgehen, die Lügen gegen mich verbreitet haben.» Das heisst gegen die Frau mit dem Hauptvorwurf, aber auch gegen die Trittbrettfahrerinnen.

Kachelmann ist überzeugt, dass sonst «das, was mir passiert ist, zum Muster wird für alle durchgeknallten Frauen dieser Welt, die Männern etwas anhängen wollen».

Hart ins Gericht geht Kachelmann auch mit den Medien: Diese hätten versagt, «weil sie Lügen der Anklage ungeprüft aufschrieben und sich als unkritische und obrigkeitshörige Speichellecker einer durchgeknallten Staatsanwaltschaft verstanden». «Die Inkompetenz war erdrückend.»

(bert/sda)

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Herrn Kachelmanns harsche Wortwahl ist verständlich und zeugt im Nachhinein von seiner Unschuld, zumindest im Zusammenhang von dem, was in der Klageschrift gegen ihn vorgebracht wurde. Fakt ist, dass kriminelle Behörden und feministische Kreise Täterinnenschutz betreiben.

Nicht zuletzt weil nicht konsequent Gewalttäterinnen bei häusliche Gewalt weggewiesen werden. So will man nicht wahrnehmen, dass unter Schweizern eine Täterinnenquote von 34% und ein Opferanteil bei Männern von 36% existiert. Es ist die Regel, dass Kinder im Gewaltbereich der Mutter belassen werden, wie das bei mir der Fall war - ich besitze Bilder von eingeschlagenen Zähnen meines Sohnes!

In Bezug auf den Fall Kachekmann wundert es nicht, dass es zu einer Verurteilung gekommen wäre, denn die Öffentlichkeit nicht mit von der Partie gewesen wäre. Solche Feststellungen lassen tief blicken, denn wenn nur aufgrund des Geschlechts eine Seite nur mit Beschuldigungen argumentieren kann ohne Beweise vorzulegen und dies zu einer Verurteilung gereicht, dann ist dieses Justizsytem eine feministische Einrichtung. Ich vermute stark, dass zahllose Verleumdungsopfer existieren, diese jedoch von der Gesellschaft nicht wahrgenommen werden wollen.

Quelle häusliche Gewalt:
Beschuldigte/Geschädigte, Art. 111 2010, vorsätzliche Tötung
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