Kaffee trägt viel zu hohem Acrylamid-Pegel im Körper bei
publiziert: Donnerstag, 19. Dez 2002 / 18:07 Uhr / aktualisiert: Freitag, 20. Dez 2002 / 14:19 Uhr

Bern - Neben Kartoffeln spielt auch Kaffee bei der Zufuhr des krebserregenden Acrylamid eine wichtige Rolle. Eine neue Studie des Bundes zeigt, dass Kaffee zu über einem Drittel am Acrylamid-Pegel im Körper beiträgt.

Kaffee enthält viel Acrylamid.
Kaffee enthält viel Acrylamid.
Insgesamt allerdings liegt laut der Studie die Aufnahme mit 0,28 Mikrogramm pro kg Körpergewicht und Tag am unteren Ende des bisher erwarteten Bereichs. Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) bekräftigt seine bisherigen Empfehlungen. Wichtig sei eine ausgeglichene Ernährung mit viel Früchten und Gemüse.

Nach verschiedenen Studien zum Acrylamid-Gehalt einzelner Lebensmittel hat das BAG in der vorliegenden Studie untersucht, wie viel Acrylamid Schweizerinnen und Schweizer im Durchschnitt pro Tag aufnehmen. 13 Frauen und 14 Männer im Alter von 16 bis 57 Jahren brachten während zwei Tagen ein Doppel der von ihnen eingenommenen Nahrung ins Labor.

Zur Aufnahme von Acrylamid trugen das Frühstück 8 Prozent, das Mittagessen 21 Prozent, das Nachtessen 22 Prozent, Zwischenverpflegungen 13 Prozent und Kaffee 36 Prozent bei.

Der Verzehr von gebratenen, gebackenen, gerösteten und frittierten Kartoffeln lag in dieser Studie unter dem schweizerischen Durchschnitt. Hingegen zeigte es sich, dass Kaffee bei einer typischen schweizerischen Ernährungsweise eine relevante Quelle von Acrylamid ist.

Der Studie zufolge können Lebensmittel in genügend hoher Menge trotz relativ geringem Gehalt einen wichtigen Teil zur Acrylamid-Aufnahme beisteuern. Das BAG schliesst nicht aus, dass in der normalen Ernährung weitere - noch nicht identifizierte - Lebensmittel dieser Art vorkommen.

Fazit: Das Acrylamidproblem ist komplex und muss umfassend angegangen werden. Weitere Abklärungen und Untersuchungen in den Bereichen Lebensmitteltechnologie, Ernährungsgewohnheiten und Toxikologie laufen unter Zusammenarbeit von BAG, Lebensmittelindustrie und Hochschulen weiter.

(bsk/sda)

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