Kahlschlag beim deutschen Telefonkonzern MobilCom
publiziert: Freitag, 27. Sep 2002 / 17:00 Uhr

Büdelsdorf - Der angeschlagene Telefonkonzern MobilCom streicht fast die Hälfte aller Stellen. Wie das norddeutsche Unternehmen mitteilte, sieht der Sanierungsplan die Streichung von 1850 der derzeit 4200 Vollzeit-Stellen vor.

Gleichzeitig legte MobilCom den Aufbau seiner UMTS-Mobilfunknetze auf Eis. Bei der Tilgung seiner Milliardenschulden bekam MobilCom unterdessen offenbar eine Schonfrist: Nach Angaben der Financial Times Deutschland verlängerten die Gläubigerbanken die Frist um einen Monat bis Ende Oktober.

Zunächst hatte Firmenchef Thorsten Grenz nur von einigen hundert Stellenstreichungen gesprochen. Im Kerngeschäft mit dem Verkauf von Handyverträgen will MobilCom durch die Einschnitte 130 Mio. Euro pro Jahr einsparen.

Laut Financial Times Deutschland sollen im Kerngeschäft mindestens 850 Stellen wegfallen. In der UMTS-Sparte würden gut tausend der bisher knapp 1200 Arbeitsplätze gestrichen.

Trotz des Stopps für den UMTS-Aufbau will MobilCom nach eigenen Angaben an der für 8,4 Mrd. Euro erworbenen Lizenz festhalten. Um diese nicht zu verlieren, muss MobilCom nach den Lizenzbedingungen bis Ende kommenden Jahres 25 Prozent der Bevölkerung mit seinen Netzen erreichen.

MobilCom war durch den Rückzug des Grossaktionärs und Hauptfinanziers France Télécom Anfang September in die Krise geraten. Vor dem drohenden Konkurs wurde das Unternehmen nur durch eine Soforthilfe der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) gerettet, für die der deutsche Staat bürgte.

Insgesamt wurden MobilCom von der Bundesregierung 400 Mio. Euro an Krediten zugesagt, davon weitere 270 Mio. Euro von der KfW. Von France Télécom hängt es wiederum ab, ob MobilCom fällige Kredite in Höhe von 4,7 Mrd. Euro zurückzuzahlen muss.

(sda)

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